Die Nachricht kommt für Klosterfelde zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Immerhin geht es für die Unioner, die in die Landesliga aufsteigen wollen, gegen Grünow um wichtige Zähler. Bei einem Sieg im Nachholspiel würde Klosterfelde (33 Punkte) wieder an Tabellenführer Zehdenick (34) vorbeiziehen. "Mit einem Sieg hätten wir ein kleines Zwei-Punkte-Polster, womit man beruhigt in die Winterpause gehen könnte", sagt Trainer Christian Gehrke.
Dass Steiner, 24, gegen Grunow vermutlich sein letztes Spiel für Union machen wird, findet der Trainer "sehr schade". Aber er hat auch Verständnis: "Wenn man als junger Spieler die Chance hat, zwei Klassen höher zu spielen, dann ist das natürlich interessant." Steiner hat dem Trainer Anfang November signalisiert, dass er den Verein in der Winterpause verlassen will.
Union-Boss Kufeld ist von den Wechselabsichten nicht sonderlich begeistert: "Klar bin ich sauer. Wir kämpfen um den Aufstieg und er springt einfach ab -und das so kurzfristig." Steine in den Weg legen wolle man dem begehrten Mittelfeldmann aus Berlin, der vor seinem Wechsel im vergangenen Jahr nach Klosterfelde bereits für FC Energie Cottbus II, Union Berlin II, BFC Dynamo und Reinickendorfer Füchse spielte, allerdings nicht. Wobei: Die Ablöse muss stimmen. "Immerhin hat er uns damals auch Geld gekostet", sagt Union-Boss Kufeld. Der Vereinschef verweist auf die entsprechenden Entschädigungssätze. Demnach müsste Sachsenhausen mindestens 1500 Euro zahlen, um Steiner zu holen. Fließt kein Geld, droht Steiner eine Sperre.
Immerhin: Union hat bereits Ersatz gefunden. "Wir testen im Moment zwei Spieler, und einer davon hat das Kaliber von Richard", so Trainer Gehrke.