Kurzer Stopp, die nächsten ungeduldigen Kinder einladen, und weiter geht die Rundfahrt mit dem historischen Gefährt der Klosterfelder Feuerwehr. Einen Euro nimmt der Mann am Lenkrad, Frank Holstein, pro Kind ein. Das am Rande des turbulenten Basdorfer Weihnachtsmarktes verdiente Geld kommt dem Förderverein der Feuerwehr zugute und dient unter anderem dazu, das historische Fahrzeug, ein Phänomen K27 aus dem Jahr 1953, weiterhin gut in Schuss zu halten. Autofahrer auf der L 100 nehmen den Shuttle-Service für die Besucher sofort wahr, wie auch die geschmückten Tannen, den heimeligen Schein der Stände, die Fahrgeschäfte und die Musik. Spontan suchen Berliner Autofahrer einen Parkplatz, was sich angesichts des Andrangs nicht leicht gestaltet.
Weihnachtsmarkt in Basdorf und Klosterfelde

Bildergalerie Weihnachtsmarkt in Basdorf und Klosterfelde

Wer bereits über den Markt schlendert, dem zieht der verlockende Duft von Glühwein, Bratwurst oder Krapfen die Nase. Verhungern muss hier wahrlich keiner. "Ich bin beeindruckt vom Engagement des neuen Basdorfer Vereines, der ja im vergangenen Jahr den Weihnachtsmarkt so beeindruckend neu etablieren konnte", staunt der Wandlitzer Bürgermeister Oliver Borchert nicht schlecht. Später schießt er noch Fotos und postet diese über seine Facebook-Seite – die Gemeinde findet womöglich doch noch den Anschluss ins Zeitalter von Social Media und Co.

Winterbiene zum Durchwärmen

Zu den regionalen Ausstellern gehört auch der Wandlitzer Mirko Harder mit Familie, der als Hobbyimker 20 Bienenvölker sein Eigen nennt, die rund um Wandlitz, Bernau und Elisenau Pollen und Nektar sammeln. "Warme weiße Winterbiene" nennt sich einer seiner Verkaufshits. Die bei null Grad Celsius angesiedelten Temperaturen sind verkaufsfördernd. Das aus Weißwein und Honig gemischte Heißgetränk wärmt gut. Harder freut sich über den wachsenden Zuspruch. "Das Bewusstsein für einheimische Produkte wächst, wir haben keine Probleme, unseren Honig zu verkaufen."
Nicht anders ergeht es dem Basdorfer Thomas Halle, der gegenüber Futterhäuschen aber auch einen großen Briefkasten verkauft. Beinahe jedes Wochenende verbringt er in der Werkstatt, um zum Jahresende ausreichend viele Holzhäuser anbieten zu können. Derweil wird die Bühne dicht umlagert. Kinder singen beschwingt Weihnachtslieder. Als der Weihnachtsmann erscheint, erreicht der Trubel auf dem Basdorfer Markt seinen Höhepunkt.