Findet er wirklich statt? Und wenn ja: unter welchen Bedingungen? Noch ranken sich rund um den Weihnachtsmarkt in Bernau, der vom 4. bis 14. Dezember geplant ist, mehr Fragen als Antworten. Bei der Stadt hält man trotz der aktuellen Corona-Lage, die sich in den letzten Wochen mehr und mehr zugespitzt hat, noch an den Plänen fest. Auf Nachfrage heißt es, die Vorbereitungen würden laufen und man wolle „weihnachtliche Stimmung in die Stadt bringen“.
Eine Absage ist aber weiterhin nicht ausgeschlossen. „Wir sind auf die Entscheidungen von Bund und Ländern in der kommenden Woche angewiesen“, betont Stadtsprecherin Nancy Kersten auf Nachfrage. Erst dann werde man wissen, unter welchen Rahmenbedingungen überhaupt etwas stattfinden könne.
Um große Menschenansammlungen zu vermeiden, hatte die Stadt den Weihnachtsmarkt bereits von drei auf zehn Tage gestreckt. Möglich ist auch, dass es speziell einrichtet Eingänge geben wird. So könnte man die Besucherzahlen kontrollieren. Als weitere Optionen gilt eine generelle Maskenpflicht.

Politiker drängt auf eine schnelle Entscheidung

Indes wird aus den Reihen der Kommunalpolitiker auf eine schnelle Entscheidung gedrängt. Darauf seien vor allem die Aussteller angewiesen, wie Daniel Sauer (CDU) im Finanz- und Wirtschaftsausschuss sagte. Zudem forderte er dazu auf, mit der Veranstaltung eines Weihnachtsmarktes die Vorgaben zum Abstandhalten nicht zu konterkarieren. Für ihn sei die Durchführung eines Weihnachtsmarktes mit Bauzäunen, an denen der Zugang kontrolliert werde, eine abwegige Vorstellung. Für ihn sei es ein „starkes Zeichen“, wenn sich die Verwaltung dazu entschließen könnte, den diesjährigen Weihnachtsmarkt abzusagen. Er selbst würde auf den Markt verzichten und dann lieber im Januar oder Februar in wieder geöffneten Geschäften sicher einkaufen gehen.
Unabhängig davon prüft die Stadtverwaltung auch die Frage, ob der verkaufsoffene Sonntag, der mit dem Weihnachtsmarkt verbunden ist, auch dann stattfinden kann, wenn der Markt abgesagt wird.
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