Anlässlich des Weltgesundheitstages haben die Bernauer Linken am Mittwochnachmittag vor dem Bahnhof eine bessere Gesundheitsversorgung und eine bessere Personalausstattung im Gesundheitswesen gefordert. „Wir brauchen bundesweit 100.000 zusätzliche Pflegekräfte in den Krankenhäusern und auch 100.000 zusätzliche Pflegekräfte in der Altenpflege“, forderte die Stadtverordnete Hildegard Bossmann (Linke). Der Personalmangel bedeute Stress und Belastung für die Beschäftigten und gefährde die Gesundheit von Patienten. „Das hören wir auch immer wieder von Beschäftigten in Bernau.“ Bossmann sprach sich für eine Erhöhung des Grundgehaltes in der Pflege um 500 Euro aus.

Termin beim Facharzt ist schwer zu bekommen

Die Stadtverordnete und frühere Bundestagsabgeordnete Dagmar Enkelmann (Linke) erklärte: „In Bernau ist es schon oft schwer, einen Termin bei einem Facharzt zu bekommen, dabei sind wir hier wohl ganz gut ausgestattet. Das zeigt aber einmal mehr, wie das ganze System auf Kante gestrickt ist. Statt auf Rendite muss das Gesundheitssystem auf eine gute Versorgung ausgerichtet werden. Deshalb will die Linke auch, dass das jetzige System der Fallpauschale abgeschafft wird. Stattdessen müssen beispielsweise Krankenhäuser nach Bedarf finanziert werden.“

Mehr Geld für Krankenhäuser gefordert

Niels-Olaf Lüders, Direktkandidat bei den Bundestagswahlen im Barnimer Süden sagte: „Die Corona-Pandemie hält unser Land in Atem. Jahrelang wurde im Gesundheitssystem gekürzt. Unter Corona ist es teils heillos überlastet. Wir machen Druck für ein krisenfestes und gerechtes Gesundheitssystem.“ Unter anderem müsse das Land bei den Investitionsmittel für die Krankenhäuser nachsteuern.