Euphorie, Freude und echte Bewunderung - Blumberg konnte an diesem Wochenende die geballte Aufmerksamkeit des Barnims auf sich ziehen. Das Sommerfest des Ortes, das 15. Regionalparkfest und der Tag der offenen Tür im neu eröffneten Docemus-Campus bescherten dem Ort vor allem am Nachmittag einen beachtlichen Zulauf. Teilweise wurden die Parkplätze in der näheren Umgebung knapp.
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Wie wichtig der Regionalpark-Gedanke mittlerweile ist, verdeutlichte Torsten Jeran, Vorsitzender des Vereins Regionalpark Barnimer Feldmark. "Unsere Aufgabe besteht darin, den Freiraum zwischen den Siedlungsachsen zu sichern. Da ist es von Vorteil, dass sämtliche Gemeinden im Regionalpark Mitglied im Verein sind. Angesichts des Siedlungsdrucks sind wir künftig noch stärker gefordert, den Wert der unverbauten Landschaft deutlich zu machen."
Immerhin 44 000 Hektar Fläche umfasst der Regionalpark, neben Barnimer Kommunen, wie Bernau, Werneuchen oder Ahrensfelde, sind auch Kommunen des Landkreises Märkisch-Oderland und angrenzende Berliner Stadtbezirke Mitglied im Verein. Obwohl das Vereinsbudget jährlich nur etwa 50 000 Euro beträgt, ist es dem Verein seit 1996 gelungen, mit Projekten 13 Millionen Euro umzusetzen.
Landrat Bodo Ihrke zollte dieser Arbeit höchsten Respekt. "Üblicherweise zerfasern Metropolen an ihren Rändern. Hier können andere Großstädte eindeutig von Berlin lernen. Wir haben mit Blumberg ein wunderbares Dorf mit alten Strukturen. Das ist beispielhaft." Der eigentliche Regionalmarkt bot den Besuchern nicht nur kulinarische Spezialitäten, sondern verführte auch, sich näher mit der Region zu befassen. So informierte Ulrike Peltz am Stand des Regionalparks über die vielen Rad- und Wanderwege in der Region. Heidi Dambeck und Heidi Brumund vom Förderverein Landschaftspark Nordost verkauften Gemüse aus eigener Ernte und lobten die Kooperation mit dem Gärtnerinnenhof Blumberg.
Mit Rainer Rusch präsentierte sich unter den mehr als 20 Ständen ein Blumberger Gärtner, der im Ein-Mann-Betrieb die seit 1920 bestehende Familientradition fortsetzt. Auf zwei Hektar Land baut er Gemüse an, von der Frische konnten sich die Gäste am Sonnabend bestens überzeugen.