Asylbewerber werden durch die zentrale Ausländerbehörde des Landes Brandenburg je nach Einwohnerzahl den Kreisen zugewiesen. Der Landkreis Barnim verfolgt dabei das Ziel, das zentrale Heim in Althüttendorf durch kleinere Einrichtungen verteilt im Landkreis zu ersetzen, erläuterte Silvia Ulonska am Freitag bei einer Vorabinformation, an der unter anderem auch Gemeindevertreter teilnahmen.
Die Räume in Zepernick werde der Landkreis anmieten. Einige Voraussetzungen für den Betrieb wie die Zustimmung der Gemeindevertretung und die Genehmigung der Umnutzung des Hauses sind noch zu erledigen. Vermutlich könne das Haus im Dezember in Betrieb genommen werden.
Im Erdgeschoss gibt es eine geräumige Küche, der Eingangsbereich eignet sich auch als Gemeinschaftsraum. Es gibt auf jeder Etage zwei Bäder. Am Eingang steht ein Counter für den Wachdienst. Die Betreuung wird vom Wandlitzer Wohnheim übernommen. Neben der Leitung ist eine Sozialarbeiterin in Panketal im Einsatz.
Er freue sich, dass in Panketal ein Objekt zur Realisierung der dezentralen Unterbringung gefunden wurde, sagte Panketals Bürgermeister Rainer Fornell. In der Gemeinde gebe es kaum verfügbaren Wohnraum. Das leerstehende Haus erfahre so eine gute und sinnvolle Nutzung.
Welche Nationalitäten in Panketal aufgenommen werden, steht noch nicht fest. Der Landkreis achte aber bei der Auswahl darauf, dass religiöse oder politische Konflikte vermieden werden, so Silvia Ulonska.
In der Regel leben Asylbewerber nach ihrer Ankunft in Deutschland drei Monate bis zu einem Jahr in einer Übergangseinrichtung. Sie erhalten hier auch Sprachunterricht.
Als Willkommenszeichen gibt es in Panketal bereits Signale zur Bildung eines Bündnis für konkrete Hilfen. Als denkbar werden gemeinsame Aktivitäten wie Spielnachmittage, Unterricht, Kinderbetreuung, gemeinsames Kochen und vieles mehr angesehen.
Im Barnim sind in diesem Jahr 305 Asylbewerber aufzunehmen. 222 sind bereits untergebracht. Die Aufnahme erfolgt in Althüttendorf, Wandlitz, Eberswalde, Oderberg, Panketal sowie vereinzelt in anderen Orten.
Gemeindevertreter beim Rundgang: In der großräumigen Küche können sich die künftigen Bewohner versorgen. Foto: Uli Winkler
Leerstehendes Gebäude in Panketal erhält wieder Nutzung
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE