Im Vorabgespräch zur Ausstellung erklärte Spieß, dass die Zeitschrift, die zu DDR-Zeiten als Bückware gehandelt wurde, ein Ort für Kunst und Ästhetik war, der weitestgehend ohne politischen Einfluss auskam.
Der Ortsvorsteher von Birkholz, Dieter Geldschläger, ergänzte, dass die "Sibylle" große gesellschaftliche Bedeutung für die Menschen in der DDR hatte und die Schnittmusterbögen den Leserinnen damals vor allem als Inspiration dienten.
Die Ausstellung ist zweigeteilt. Während der Bereich im Saal des Hauses vollständig der "Sibylle" gewidmet sein wird, werden im Foyer Beispiele von Schnittmustern für Puppen ausgestellt. Diese dienten vor allem nach dem 2. Weltkrieg, aber auch noch bis heute als Spielzeug. Rosemarie Spieß erklärte, dass die Puppen aus Papier eine sehr lange Geschichte vorweisen. Bevor es Zeitschriften gab, dienten sie als Trägerinnen für die neusten Modetrends und wurden mit der Post verschickt.
"Was Frauen anzieht" Ausstellung zur "Sibylle" & 50 alte Anziehpuppen aus einer Sammlung Gemeinschaftshaus Birkholz Eröffnung Freitag 15 Uhr und an allen Märzwochenenden samstags und sonntags13 bis 15 Uhr