"Der Gemeindejugendfeuerwehrtag ist noch das Bonbon für dieses Jahr", berichtet Gemeindejugendwart Frank Prill. Nach dem Gemeindefeuerwehrtag und der 100-Jahrfeier sei der Jugendfeuerwehrtag in Basdorf nun der krönende Sommerabschluss.
Eine kleine Überraschung gab es gleich beim Eröffnungsappell: 70 Paar dunkelblaue Lederhandschuhe mit dem Emblem der Jugendfeuerwehr drauf. "Über Landesfördermittel konnten wir da etwas Geld lose machen", erklärt Herr Prill. Verteilt wurden sie im Beisein von Jana Radant, Bürgermeisterin der Gemeinde Wandlitz und Anke Müller, Gemeindewehrführerin. "Da war die Freude groß", berichtet der Gemeindejugendwart.
Mit den neuen Handschuhen ging es dann los. An der ersten Station ist gleich die Gemeinschaft gefragt: "Denn das hier kann man nur mit fünf bis sechs Mann machen" , erklärt Herr Prill. Gemeindewehrführerin Anke Müller ist schon vor Ort: "Mitte, Außen, Mitte, Außen, Rechts, Links, Außen!", feuert sie die Mannschaft aus Schönwalde an. Aus drei Schläuchen müssen die Mädchen und Jungen einen Zopf flechten. Dafür haben sie fünf Minuten. "Vier, drei, zwei, eins, stopp", rufen Dane (12) und seine Mitstreiter im Chor. Die Zeit ist vorbei. Fast acht Meter ist der Zopf lang. Acht Punkte gibt es dafür.
Weiter geht es zur Scrabble Station. Dort ist zwischen zwei Bäumen ein Seil aufgespannt. Daran hängen bunte Luftballons mit kleinen Zetteln drin, auf denen Buchstaben stehen. Die Mannschaft aus Wandlitz ist schon da. Florian Mohr (13) tauscht seinen Helm gegen einen, auf den Reißzwecken geklebt sind. Damit soll er einen Luftballon zum platzen bringen. Und es gelingt: Ein lauter Knall und die Buchstabenzettelchen flattern runter. Hier und da liegen ein "S", ein "R", ein "A" und andere Buchstaben auf dem Waldboden verstreut. Florians Mitstreiter sammeln sie auf und rätseln herum. Fragende Blicke. "Ein Teil des Wortes ist ein Name", hilft der Gruppenwart schließlich. "Ein Martinshorn", endlich! Florian freut sich mit seiner Mannschaft.
An der nächsten Station wartet schon Andreas Schneider, Jugendwart aus Basdorf. Er betreut hier die Erste-Hilfe-Station. Eine Reanimierpuppe liegt da am Straßenrand. "Wer möchte es mal versuchen?" Fünfzehn mal Drücken und zweimal pusten, erklärt der Jugendwart. Jan Dochow (13) versucht die Wiederbelebung für seine Mannschaft aus Klosterfelde und holt damit ein paar Punkte.
Andreas Schneider hat einst selbst bei der Jugendfeuerwehr angefangen. 2009 hat er die Jugendfeuerwehr übernommen. Die Treffen sind einmal die Woche. Da gehe es dann um Erste Hilfe und die feuertechnische Ausbildung, berichtet er. "Wir fahren aber auch mal ins Kino oder zum Baden." Denn Spaß gehöre unbedingt dazu.