Durch die Zeiten haben Künstler und Künstlerinnen Ansichten von Frauen geschaffen, als Plastik, als Büste, als Ölbild oder Grafik. Das Stadtmuseum zeigt eine Auswahl der Werke aus seiner eigenen Sammlung und der der Stiftung Wredow´sche Zeichenschule.
Bisher selten oder noch gar nicht gezeigte Porträts bekannter und unbekannter Frauen sowie weibliche Aktansichten stehen dabei im Mittelpunkt. Der Bogen zur Gegenwart wird durch neun Fotografien Brandenburger Frauen von Juliane Menzel geschlagen. Die so sehr unterschiedlichen Darstellungen, die zwischen dem frühen 17. und dem frühen 20. Jahrhundert entstanden sind, spiegeln einen winzigen Moment im Leben dieser Frauen wider, vom Künstler und seinem Modell sorgfältig gewählt.nDieser Zusammenhang  ist vielen heute auf Anhieb nicht mehr klar, sodass lediglich das Abbild angesehen oder nach dem historischen oder gesellschaftlichen Hintergrund gefragt wird.
Anders stellen sich die neun Fotografien von Juliane Menzel dar: neun Brandenburgerinnen der Gegenwart haben wir eingeladen, sich für die Ausstellung fotografieren zu lassen und Aussagen, die sie in ihrem Leben für wichtig erachten mit den Besucherinnen und Besuchern zu teilen. Somit geben sie selbst Auskunft über ihre Rollen, ihre Ansichten zum Leben, Gleichberechtigung oder ihre Vorbilder. Und da sehen wir, dass ein langer Weg bereits zurückgelegt ist, wir aber noch lange nicht am Ziel angekommen sind, und auch bis heute nicht in der Kunst.
Besucher sind herzlich eingeladen, sich ihre eigene "Frauen-Ansicht" zu bilden. Zur Eröffnung ist der Eintritt frei. Ab Freitag,6. März, bis Sonntag, 17. Mai, betträgt der Eintritt 3 Euro, erm. 1,50 Euro. Kinder und Schüler haben freien Eintritt.