50 Jahre ist es her, dass anstelle der Altstädtischen Forst und landwirtschaftlicher Nutzflächen nordwestlich des Stadtgebietes ein Wohngebiet aus der Taufe gehoben wurde: Hohenstücken. Auf dem VIII. SED-Parteitag war beschlossen worden, die Bevölkerung zügig mit besserem Wohnraum versorgen zu wollen. Und so entstand ab 1972 Hohenstücken – Plattenbau an Plattenbau, dazu ein paar moderne Dienstleistungszentren und Kaufhallen, Schulen und Kindergärten sowie eine Poliklinik und ein Feierabendheim. Rund 9.000 Wohneinheiten wurden gebaut und so reifte Brandenburgs jüngster Stadtteil gleich zum größten – mit 20.000 Bewohnern.

Brandenburgs jüngster Stadtteil ist in stetem Wandel

Doch bereits zum 20. Geburtstag war die Anziehungskraft verflogen. Die Wende ließ neue Wohnträume reifen, bescherte Hohenstücken Leerstand und Rückbau und einen Wandel, der bis heute anhält.

Ketzin/Havel

Um die Geschichte des Stadtteils wach zu halten, wollen die Stadtteilbibliothek Hohenstücken und das Quartiersmanagement Hohenstücken Publikationen und eine Ausstellung über die Entwicklung von Hohenstücken und seiner Bewohnerschaft seit der Entstehung bis heute erstellen. Mit Hilfe der ehemaligen und aktuellen Stadtteil-Bewohner. „Wir hoffen auf viele interessante Bilder aus den privaten Bilderalben“, wirbt Quartiersmanager Tino Haberecht. Die Bilder können z.B. beim Besuch in der Stadtteilbibliothek oder im Stadtteilbüro im Bürgerhaus, Walther-Ausländer-Straße 1, abgegeben oder auch per Mail versendet werden – an haberecht@bas-brandenburg.de