Eine Diskussion, die ans Land gerichtet auch immer wieder Kommunen führen. Verstärkt im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform. Während Woidke beklagt, dass beispielsweise in Brandenburg an der Havel die Zinsen steigen würden und Städte in Anbetracht hoher Kassenkredite kaum noch handlungsfähig wären, wirft die Stadtführung dem Land die chronische Unterfinanzierung vor. Das Land jedoch lockt mit einer Teilentschuldung und mehr Geld für Kultur, wenn die Havelstadt, wie im Leitbild zur Verwaltungsreform vorgesehen, die Kreisfreiheit einbüßt. Wie auch Cottbus und Frankfurt (Oder). Die Städte wehren sich gegen den Bedeutungsverlust, das Land pocht auf die "ergebnisoffene Diskussion" und plant das Ergebnis dem Landtag im Sommer vorzulegen. Vorhersehbar ist, dass es sehr nah am ursprünglichen Leitbild sein wird. Woidke gesteht zu, dass "Reformen nicht immer einfach sind", doch genau jetzt anzugehen seien, "wo es uns gut geht." Woidke: "Brauchen wir 18 Kreisverwaltungen? Wie organisiere ich künftig das Veterinäramt, ..., das Katasteramt? Für welche Fläche brauche ich eine Wasserbehörde? Wie stelle ich die Verwaltung in Zukunft zukunftssicher auf? Macht es Sinn, Aufgaben zusammenzuführen? Es macht Sinn!" Den Oberzentren prophezeit er, sogar gestärkt aus der Reform hervorgehen zu können. "Die heutigen kreisfreien Städte sind Aushängeschilder des Landes. Die Städte und Verwaltungen bleiben erhalten. Und den Touristen, Investor und Unternehmen interessiert die Kreisfreiheit nicht." Die betroffenen Städte aber bleiben rege daran interessiert und werden sich weiter in Szene setzen, bis 2017 der Landtag endgültig über die Verwaltungsreform entscheidet. Gegner hoffen vermutlich auf Plantreue wie beim Großflughafen, der 2017 mal wieder fertig werden soll. Fünf Jahre nach den ersten geplanten Eröffnungsfeierlichkeiten. Dietmar Woidke hält das Thema kurz: "Wenn die baurechtliche Abnahme erfolgt ist, herrscht Klarheit über den Eröffnungstermin." 2017 aber stehe fest.