Die letzte Phase zur Vorbereitung für die Sprengung der „Brücke 20. Jahrestag“ am Altstädtischen Bahnhof  in Brandenburg an der Havel hat begonnen. Voraussetzung dafür war die Verlegung der Spittastraße, deren neue Streckenführung inzwischen freigegeben worden ist.
In der Zeit von Samstag, 15. Mai, bis Dienstag, 18. Mai, wird das sogenannte Fallbett geschüttet. Dabei handelt es sich um eine Sandfläche, die die Brücke aufnimmt, wenn sie am Mittwoch, 19. Mai, durch die Sprengung der Stützen ins Kippen gebracht wird. Durch dieses Verfahren wird verhindert, dass sich Teile der Brücke unkontrolliert im Umfeld verteilen und die Schienen und Straße beschädigen.

Nach der Sprengung

Nach der Sprengung werden die Bahnstrecke und die Bundesstraße B 102 noch etwa zwei Wochen gesperrt sein – indes die am 15. Mai angelieferte Fußgängerbrücke dann schon nutzbar sein sollte. Daneben steht in der Zeit vom 19. bis wahrscheinlich 31. Mai die Beräumung der beiden „verschütteten“ Verkehrswege an. Anschließend werden die Widerlager zurückgebaut, die den Übergang von der Brückenkonstruktion zu dem jeweiligen Erddamm beziehungsweise der dort aufliegenden Fahrbahnen bilden. Außerdem werden die Fundamente und die Stützwand der Brücke abgebrochen. Dies soll bis Mitte Juni erledigt sein.

Neubau-Pläne

Inzwischen sind die Vorplanungen für den Neubau der Brücke beendet. In der zweiten Jahreshälfte steht die Genehmigung der Entwürfe durch das Bundesverkehrsministerium an. Ende 2022 soll nach jetzigem Stand mit dem Bau der neuen Brücke begonnen werden.