Sie sind mittlerweile eine echte Attraktion und ziehen Jahr für Jahr Touristen in die Havelstadt - gemeint sind die possierlichen, vom Komiker Loriot erfundenen, Waldmöpse, die seit 2015 auf der Dominsel sowie in der Neu- und Altstadt ihr Unwesen treiben und sich im Laufe der Jahre immer weiter vermehrt haben. Wie viele es genau sind will Friedrich C. Perker, stellvertretender Vorsitzender des Kulturvereins Brandenburg an der Havel e.V., nicht verraten sondern lädt vielmehr dazu ein, selbst auf Spurensuche zu gehen - alle notwendigen Informationen dazu (auch eine konkrete Zahl) finden sich unter www.waldmops-brandenburg.de.

Kulturverein Brandenburg initiierte das Loriotdenkmal

Dass es die Waldmöpse in der Havelstadt gibt, ist zuallererst dem Kulturverein Brandenburg zu verdanken, der sich bald nach seiner Gründung Gedanken dazu machte, wie man Loriot in seiner Geburtsstadt ein Denkmal setzen könne. Im ausgerufenen Ideenwettbewerb setzte sich aus bundesweit 96 eingegangenen Einsendungen der Vorschlag von Klara Walter, damals noch Studentin der Innenarchitektur in Bielefeld, durch. Sie überzeugte die Jury mit ihrem Waldmopsprojekt. Pünktlich mit der Eröffnung der BUGA im April 2015 wurde auch das Loriotdenkmal mit seinen ersten Waldmöpsen eingeweiht. Dank unzähliger Spender hat der Kulturverein Brandenburg bis heute 150.000 Euro zusammengetragen und die Zahl der Waldmöpse immer weiter vermehrt. Ihnen allen gemein ist: Sie stehen im öffentlichen Raum und sind unverkäuflich.

Übergabe des Loriotdenkmals an die Stadt Brandenburg

Am Mittwoch nun hat der Kulturverein Brandenburg das einmalige Loriotdenkmal - dazu gehört neben den Waldmöpsen auch der Sockel mit Loriots Fußabdrücken vor der Johanniskirche - der Stadt Brandenburg geschenkt. Die hat sich nun dazu verpflichtet, das Denkmal zu erhalten und so die Erinnerung an einer der großen Söhne der Stadt aufrecht zu erhalten - Loriot, alias Vicco von Bülow.