Der Berliner Architekt würde gern den alten Lokschuppen herrichten und dort Stahl- und Metallbau betreiben. Darüber hinaus kann er sich für das knapp zwei Hektar große Areal eher eine Gewerbe- statt einer Wohnnutzung vorstellen. Außer einem weiteren Haus hält er die übrigen Gebäude weitgehend für abrissreif. Zusätzlich zum Kaufpreis muss Zwick auch noch 7,14 Prozent Courtage für das Auktionshaus, 6,5 Prozent Grunderwerbssteuer sowie Notarkosten bezahlen, insgesamt mehr als 135.000 Euro.
Er kündigte nach der erfolgreichen Versteigerung an, den alten Lokschuppen herrichten und dort Stahl- und Metallbau betreiben zu wollen. Insbesondere, da er sich für das Areal eher eine Gewerbe- als eine Wohnnutzung vorstellen könne. Außer einem weiteren Haus hält er die übrigen Gebäude, die sich dort noch befinden, für weitgehend abrissreif.
Zusätzlich zum Kaufpreis muss Zwick 7,14 Prozent Courtage für das Auktionshaus, 6,5 Prozent Grunderwerbssteuer sowie Notarkosten bezahlen. Insgesamt noch einmal mehr als 135.000 Euro zum zusätzlichen Verkaufspreis, sodass der Berliner zusammengerechnet weit mehr als eine Million Euro in die Hand nimmt. Allein für den Kaufpreis, so sagte er, hätte sein Limit jedoch bei einer Million Euro gelegen.
Der Architekt, auf dessen Internetseite unter anderem exklusive Einfamilienhäuser zu sehen sind, kann sich des Bahnbetriebswerkes aber noch nicht zu 100 Prozent sicher sein. Denn: Zu der außergewöhnlichen Auktion gehörte in diesem Fall auch eine außergewöhnliche Vertragsklausel. Demnach will die Deutsche Bahn als Verkäuferin erfahren, ob der Käufer die von der Stadt gewünschte Entwicklung realisieren kann. Erst dann will sie den Kaufvertrag genehmigen. Dafür verbleiben drei Monate Zeit – vorher muss der Käufer aber auch nicht bezahlen.
Einen solchen Vorbehalt gab es in der jüngeren Vergangenheit bei Immobilien, die die Bahn regelmäßig über zwei Berliner Auktionshäuser versteigern lässt, fast nie. Meist scheint der Staatskonzern eher froh, sich nicht mehr um die Bewirtschaftung kümmern zu müssen und dennoch die nötige Infrastruktur im Gebäude oder auf dem Grundstück belassen zu dürfen. Dass sich die Bahn jetzt auch inhaltlich mit den Vorstellungen eines Käufers beschäftigen will, könnte auf einen grundlegenden Sinneswandel hindeuten – oder auch auf eine starke Einflussnahme aus der Politik.
Offiziell weiß die Stadt Brandenburg erst seit vergangener Woche, wie die Entwicklung des Areals aussehen soll. Die Stadtverordneten beschlossen die Aufstellung eines Bebauungsplanes, nach dem  eine Bebauung mit gewerblichen Anteilen (Dienstleistungen, Büronutzung, nicht störendem Gewerbe) und einer Wohnnutzung in einer städtebaulich, lagetypisch und wirtschaftlich notwendigen Dichte möglich sein soll. "Planungsziel ist auch die öffentliche Nutzung relevanter Teile des Gebiets für Zwecke der Verkehrsanbindung der südlichen Stadtteile an den ÖPNV sowie eine geordnete Erschließung", heißt es zum Bebauungplan. Die Aufstellung erfolgt mit Blick darauf, dass das Areal als Bahngelände entwidmet werden soll – damit liege die Planungshoheit bei der Stadt.Schon im Vorfeld war das Interesse an dem Areal riesig. 32 schriftliche Gebote seien im Vorfeld eingegangen, erklärte Knake. Seit zwei Wochen seien zudem keine Telefonbieter mehr zulassen worden, weil alle Mitarbeiter des Auktionshauses schon gebucht waren. Die Stühle im Auktionssaal an der Berliner Friedrichstraße waren fast durchgehend besetzt – und leerten sich, nachdem Knake bei 940.00 Euro den Hammer "zum Dritten" auf das Pult knallen ließ.
Während der langen Bieterschlacht war auch für Knake nicht immer leicht zu ermitteln, wer zuerst 10.000 Euro mehr zahlen wollte als sein Vorbieter. Der Preis schnellte binnen Minuten in die Höhe – am Ende wurde es fast für das 38-fache des Mindestgebotes.