Zwei Monate für eine kleine Baustelle? Für die Busspur einer Haltestelle? An der Potsdamer Straße zeigte sich stadtauswärts – gleich hinter der Fahrbahneinengung auf der desolaten Brücke – wochenlang das gleiche Bild. Während das auf insgesamt vier Wochen anberaumte Entpflastern, grundhafte Ausbauen und Asphaltieren zügig erfolgten, blieben fortan Absperrungen und kleine Baumaterial-Hügel unangetastet. Eine BRAWO-Nachfrage am 30. November bei den Brandenburger Verkehrsbetrieben brachte am 1. Dezember die Antwort: „Nach Rücksprache mit der Straßenmeisterei Brandenburg gab/gibt es Probleme mit der beauftragten Baufirma. Zum Wochenende soll die Haltestelle allerdings beräumt sein.“

Baufirma lässt Straßenmeisterei hängen

Die „Probleme“ bestätigte Mike Magaschütz, Leiter der Straßenmeisterei. Die Berliner Firma, die den Zuschlag bekommen habe, „lässt uns hängen. Wir hatten mehrmals den Kontakt gesucht, diese Woche soll es ein Treffen geben“, wobei auf zeitnahe Beräumung gedrängt werden solle. So überraschend die Untätigkeit des Bautrupps war, so unverhofft kam das Baufinale. Noch am ersten Dezembertag rollte ein Bautrupp aus Berlin an, um drei defekte Borde auszutauschen und die überschaubaren Restarbeiten zu erledigen. Und schon am 2. Dezember konnte VBBr-Mitstreiter Reno Kabelitz die frohe Botschaft verkünden: „Die Haltestelle Potsdamer Landstraße wird seit heute Vormittag wieder bedient.“

Tempolimits aufgehoben

Beiläufiger Vorteil: Die 60-km/h-Schilder sind wieder enthüllt und somit das ab Fahrbahneinengung geltende Tempolimit aufgehoben. Dass die 30 km/h vorübergehend bis zum 50er-Schild nahe Esso-Tankstelle galten, ist wenigen aufgefallen. Zum Glück auch nicht der Polizei.