Die mit Baustellen gesegnete Havelstadt wird schon bald einen großen Bauplatz weniger haben. Das vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg mit „OD Brandenburg – Straßen- und Wegebau vom Silokanal bis zum Knotenpunkt B1/B102“ betitelte Bauprojekt liegt laut Regionalbereichsleiter Frank Schmidt im Plan. Und der gab als „Gesamtzeitraum: 08.06.2020 - 30.04.2022“ vor. Ende nächsten Monats müssten also Fontane- und August-Bebel-Straße samt Knoten zur Willi-Sänger-Straße und Anbindung der Karl-Marx-Straße besser denn je befahrbar sein. Was sich leider nicht planmäßig für den gesamten „Zentrumsring“ darstellen lassen wird.

Dann die Brücke Altstädtischer Bahnhof

Denn als nächster Bauabschnitt ist die Brücke Altstädtischer Bahnhof vorgesehen, die sich laut jüngster Märzverkündung wegen eines geänderten Planverfahrens um etwa ein Jahr verschieben wird, „was einen Rattenschwanz nach sich zieht“, so Schmidt. Wird die Brücke statt 2022 erst Ende 2023 angearbeitet, ist die Fertigstellung 2026 absehbar. Erst dann kann der nächste Schritt auf der Ortsumfahrung folgen – und zwar der riesengroße vom Altstädtischen Bahnhof bis zur Wilhelmsdorfer Straße, einschließlich Kreuzung. Laut Frank Schmidt ist die Fertigstellung 2028 denkbar.
Die Großbaustelle Fontane- und August-Bebel-Straße am 22. März 2022.
Die Großbaustelle Fontane- und August-Bebel-Straße am 22. März 2022.
© Foto: Th. Messerschmidt

Letzter Abschnitt wohl bis 2030

Da wenigstens die Erneuerung der Eisenbahnbrücke Potsdamer Straße samt Zufahrten planmäßig Ende 2023 – also wenn die Ortsumfahrung Schmerzke vollbracht ist – starten soll und bis ins Jahr 2025 umgesetzt wird, bleibt zum guten (späten) Schluss nur noch das Teilstück zwischen Wilhelmsdorfer Straße und Hauptbahnhof zu erneuern. Wahrscheinlich in den Jahren 2029/2030. Die durchrüttelndsten Abschnitte der Umgehungsstraße mit ihren Tempoeinschränkungen werden die Brandenburger und Gäste demnach noch lange begleiten.