Der Altbau, in dem der Nachwuchs gegenwärtig untergebracht ist, entspricht weder modernen Standards noch Ansprüchen. Der Zweigeschosser erinnert eher an ein Wohnhaus, war ursprünglich Dorfschule mit Schulgarten nebenan (heute Gemeindeverwaltung), wie Ortsvorsteher Andreas Gohlke weiß. In den 1980er Jahren sei daraus der Kindergarten geworden, da die Schule ins Gutshaus und passender Weise in die Schulstraße gezogen war.
Die Kita hätte gemäß Landeszahlen und dem über Jahre propagierten Einwohnerschwund dem Bedarf noch lange entsprochen. Die Gegenwart aber sieht anders aus: Der Zuzug im Berliner Speckgürtel ist mächtig und bald jede Baulücke besetzt. So auch in Jeserig. Die 65 Krippen- und Kita-Plätze reichen nicht mehr und um räumlich zukunftsfähig zu werden, müsste in den Altbau kaum weniger investiert werden, als ein Neubau kostet. Nun entsteht vis-à-vis, direkt hinter dem Kita-Spielplatz, für 3 Mio. Euro ein eingeschossiger Neubau mit 1.000 qm Nutzfläche. Platz für 100 Kinder (40 Krippe, 60 Kita). „Die Baugenehmigung liegt vor, die erste Ausschreibung für den Roh- und den Gerüstbau hat jeweils drei Bewerbungen eingebracht“, berichtet Bürgermeister Reth Kalsow. Das Beräumen des Grundstücks leistet der Bauhof, dem schnellstmöglich der Baubeginn folgen soll. „Optimal wäre, wenn der Rohbau noch dieses Jahr entsteht und wir eine Winterbaustelle haben“, hofft Kalsow.  Ehrgeiziges Ziel ist die Fertigstellung zum Herbst 2019. Den Altbau wird die Gemeinde  nach dem Kita-Umzug vermutlich verkaufen.