Eigentlich sollten sie erst am 25. Januar zusammen mit dem Impfzentrum ihre Arbeit aufnehmen, dann musste es auf Weisung des Landes Brandenburg ganz schnell gehen: Am Freitag haben die mobilen Impfteams unter der Federführung des Kreisverbandes Brandenburg an der Havel vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und in Zusammenarbeit mit der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) ihre Arbeit aufgenommen, um zunächst Alten- und Pflegeeinrichtungen mit dem Corona-Impfstoff zu versorgen.

Gut organisierte Impf-Teams

Erste Anlaufstelle war das Renafan-Seniorenheim in der Neuendorfer Straße. Die DRK- und JUH-Helfer waren gut vorbereitet und machten sich zunächst mit dem frisch aufgetauten Impfstoff, der ab diesem Zeitpunkt fünf Tage lang verwendet werden kann, vertraut. Dann wurden die einzelnen Spritzen aufgezogen - eine Ampulle reicht für exakt sechs Einzeldosen - und an den ersten der beiden aufgebauten Impfplätze gebracht. Die Impfteams bestehen immer aus einem Arzt, einer medizinischen Fachangestellten, einem Rettungssanitäter und einer Person für die Nachweisführung.

129 Impfungen am ersten Tag

Heimbewohnerin Doris Fischer (85) war schließlich die erste, die vor Stephanie Koßmehl-Müller und ihrem Team Platz nahm, um sich ihre erste Impfung abzuholen. Vollkommen gelassen nahm die Seniorin den kurzen Pieks in den Oberarm entgegen. Ihr folgten an diesem ersten Impftag weitere 103 Bewohner der Einrichtung sowie 25 Mitarbeiter.
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