Dem üblichen „Bericht des Oberbürgermeisters über wesentliche Gemeindeangelegenheiten“ stellte Steffen Scheller zu Beginn der September-Stadtverordnetenversammlung „das aktuelle Corona-Geschehen in unserer Stadt“ voran: „Mit Stand heute Vormittag haben wir bisher in insgesamt 79 Fällen positive SARS-CoV-2 Nachweise. Es befinden sich derzeit 79 Personen in Quarantäne. Die auf 7 Tage bezogene Inzidenz beträgt heute 1,4. Sie haben es sicher alle mitbekommen und darüber kann man nur froh sein: Wir sind als Stadt, was das Infektionsgeschehen betrifft, sehr gut über den Sommer gekommen.

Beweis für die Wirksamkeit

Das ist nicht nur ein Beweis für die Wirksamkeit der bisher ergriffenen Maßnahmen, sondern auch für die Besonnenheit der Brandenburgerinnen und Brandenburger. Für diese Besonnenheit und auch für die breite Akzeptanz der notwendigen Eindämmungs- und Umgangsmaßnahmen bedanke ich mich bei den Bürgern unserer Stadt. Das war bisher und ist sicher auch weiterhin der Garant für die erfolgreiche Bewältigung der Herausforderungen der Eindämmung des Coronavirus‘.“ Wie fragil unsere bisherige Sicherheit sein könne, hätten die letzten Wochen gezeigt – bei Reiserückkehrern, Klassenausflügen im Bus oder beruflichen Kontakten.

Enorm viel Aufwand

Jede Neuinfektionen könne enorm viel Aufwand bedeuten, beispielsweise „wenn für zwei Schulklassen Quarantäne angeordnet, der Kontakt mit den Eltern aufgenommen, Abstrichtermine abgestimmt und die weitere tägliche telefonische Abfrage bei den Betroffenen organisiert werden muss.“ Dem kleinen Team des Gesundheitsamtes dankte Scheller „für die sehr engagierte Arbeit“. Alle warnte Scheller vor einem zu sorglosen Umgang mit den geltenden Regeln und mahnte dazu, beispielsweise die Kontaktlisten in Gaststätten korrekt auszufüllen.

Ordnungswidrigkeit wird mit Bußgeld geahndet

„Dort erfundene oder falsche Daten anzugeben ist nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld geahndet werden kann, sondern auch eine gefährliche Sorglosigkeit, die Ressourcen bindet, die damit anderen wichtigen Dingen nicht zur Verfügung stehen.“
Für die Herbst-Winter-Saison hofft Stadtchef Scheller, „dass wir auch in dieser Zeit weiter zusammenstehen und unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger gut durch diese Pandemie führen“ und bittet abschließend „größere Veranstaltungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren.“