Aller guten Dinge sind drei: Der dritte reguläre Versuch, ein 460 Meter langes und 71 Zentimeter dickes Rohr zwischen Havelufer und Schmöllner Weg in die Erde zu bringen und im Bogen bis in 20 Meter Tiefe unter der Plane hindurchzuführen, ist geglückt. Die akribischen Vorbereitungen haben sich ausgezahlt: 23 Tage zuvor hatte die schmale Pilotbohrung die Route vorgezeichnet, die dann mittels verschiedener Bohrkronen auf 410, 610, 800 und 1000 mm aufgeweitet wurde. Um das Bohrloch stabil zu halten, wurde es mit einer Bentonit-Schlämme gefüllt, die zugleich Schmierstoff bei der Rohrdurchführung ist.

Ein Dummy zeigte, der Weg ist frei

Zwei Cleaning-Bohrungen beseitigten noch letzte Hindernisse, was zuletzt ein 18 m langer Rohr-Dummy im Testlauf bestätigte. Mittwoch gegen 9 Uhr wurde am Schmöllner Weg mit dem Einzug des blauummantelten PEHD-Rohres begonnen, dass den havarieanfälligen und schwer zugänglichen Plane-Abschnitt der vom Wasserwerk Mahlenzien kommenden Hauptversorgungsleitung ersetzen soll. Um 17.11 Uhr tauchte das Rohr nahe Havelufer aus dem Boden. Geschafft! Jedenfalls die spannendste Phase des Projekts, das beim ersten Anlauf im Oktober 2019 nach 240 Metern scheiterte.
In den Folgewochen werden weitere 90 m Wasserrohr mittels Graben zur Anbindung an die Bestandsleitung verlegt. Ende Juni will die BRAWAG das 1,5-Mio.-Euro-Projekt abgehakt wissen.