„Am 15. März 2018 wurden die traditionellen Drucktechniken in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Ein Tag zum Feiern, finden wir! Deshalb findet immer am 15. März der Tag der Druckkunst statt.“  Bundesweit bis hin ins benachbarte europäische Ausland werde rund um diesen Tag in einer Vielzahl von Veranstaltungen eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig dieses Kulturerbe sei, weiß Matthias Frohl, Leiter der Kinder- und Jugend-Kunst-Galerie „Sonnensegel“, die sich im Jahr 2021 mit einer Premiere beteiligte: Montag stellte sie den „Ersten Brandenburger Bilderbogen“ vor.

16 KünstlerInnen machen mit

Ihn mitzugestalten, dazu hatten die KursleiterInnen der Kunstschule befreundete Künstlerinnen und Künstler eingeladen und als Thema für die Druckaktion „Karambolage“ vorgegeben. So entstanden sechzehn mehrfarbige Originalgrafiken in Postkartenformat, die am Montag nun im „Gutenberg-DruckLaden“ im Beisein von Künstler(inne)n wie Jeannette Goldmann, Martina Stein, Marina und Dietmar Block, Nancy Jahns, Constanze Kreiser, Paul Pribbernow, Matthias Frohl und Christian Radeke  zusammenstießen und sich zu einem Bilderbogen vereinten. Das breite Spektrum der Wortdeutung offenbarte sich: Da stoßen abstrakte auf realistische Formen, „karambolieren“ Männer, Frauen, Katzen, Fische und ja, auch das Corona-Virus prallt druckgrafisch mit der Menschheit und der Welt aufeinander.

Kleinauflage wird verkauft

Die Vereinigung aller Druckmotive kann als Bilderbogen druckfrisch für 35 Euro im DruckLaden, Gotthardtkirchplatz/Ecke Mühlentorstraße 55, sowie in der Sonnensegel-Galerie, Gotthardtkirchplatz 4/5, erworben werden. „Auseinander geschnitten wären es wieder 16 Künstler-Postkarten – aber zum Zerlegen ist der Druckbogen eigentlich viel zu schade“, findet Galerieleiter Matthias Frohl. Zumal die Gafiken auch einzeln für je 2,50 Euro erhältlich sind.