Zeitpläne sind in Corona-Jahren flexibel zu handhaben. So mussten sich die Krielower ein Jahr länger bis zur symbolischen Schlüsselübergabe für das neue Feuerwehrgerätehaus gedulden. Am 21. Juni 2019 hatten die Kameraden ihr altes Domizil, das sie sich 1997 aus einer Obst- und Gemüseannahmestelle aus DDR-Tagen in der Lilienthalstraße 13 geschaffen hatten, eigenhändig abgerissen, feierten am 16. August die Grundsteinlegung und am 30. Oktober Richtfest.
Der weitere Plan sah für April 2020 die Fertigstellung vor – nicht aber Corona. Immerhin konnte die Wehr ihr neues Gerätehaus im November beziehen, die offizielle Schlüsselübergabe musste warten. Gefeiert wurde sie mit einem Tag der offenen Tür am 2. Oktober 2021.

Baulich und finanziell keine Punktlandung

Bürgermeister Reth Kalsow schilderte, dass das Werk nicht nur zeitlich etwas aus dem Rahmen geraten war, sondern vor allem finanziell „leider keine Punktlandung. 560.000 Euro waren geplant, 730.000 Euro sind es geworden.“ Zum Kostenvergleich führte er das Schenkenberger Feuerwehrgerätehaus an, das ähnlich groß vor zehn Jahren entstanden war, „allerdings für 350.000 Euro. So viel zu den Baukosten“. Sodann gab er den großen symbolischen Schlüssel an Gemeindewehrführer Kristian Titsch weiter, der ihn schließlich Ortswehrführer Christian Barm übereignete.
„Wir hätten uns nie träumen lassen, einmal so ein Gerätehaus hier stehen zu haben“, gestand er, dankte allen am Bau Beteiligten, lud sodann zur Besichtigung und zum Feiern ein. Für Besucher gab es nebst Einblicken ins Wehrgebäude Gegrilltes, Gekochtes und Gezapftes, Technik zu bestaunen und Einsatzvorführungen zu bewundern sowie für Kinder Feuerwehr-Hüpfburg und -Rundfahrten.