Die Entwürfe dafür stammen vom Brandenburger Architekturbüro Krekeler, das sich beim zuvor öffentlich ausgeschriebenen Architekturwettbewerb mit seinem Entwurf gegen sechs weitere Ideen durchsetzen konnte. "Alle eingereichten Entwürfe hatten etwas ganz Spezielles und zeigten wunderbar, wie unterschiedlich die Vorstellungen von Kirche heute sind. Dass die Beiträge dabei anonym waren, hat es besonders spannend gemacht. Der Entwurf vom Architekturbüro Krekeler hat uns aufgrund verschiedener Punkte am Ende jedoch am meisten überzeugt", so Superintendent Thomas Wisch, bei der Ausstellung der Entwürfe, die seit Mittwochabend im Gemeindezentrum zu sehen sind.
Als ausschlaggebenden Punkt nennt Wisch dabei vor allem den einladenden Eingangsbereich, der durch den modernen Anbau in L-Form mit Holzfassade in Südausrichtung entsteht. Das alte Gemeindehaus bleibt dabei als Solitärgebäude erkennbar. Außerdem sei die Jury, zu der drei Mitglieder der Landesarchitektenkammer, Annette Homann vom Bauamt der Landeskirche und Baupflegerin Andrea Molkenthin gehörten, sich einig gewesen, dass der Entwurf am bestem zum ländlich geprägten Charakter des Kirchkreises passe.
Ob der Entwurf nun jedoch tatsächlich umgesetzt wird, hängt maßgeblich von der Herbstsynode ab. Sollte sie zustimmen, könnte der Kirchenkreis im Sommer des kommendes Jahres den Bauantrag stellen und  etwa im Frühjahr 2021 mit dem Bau beginnen. Eine Fertigstellung wäre dann etwa 2022 möglich und würde die bisherigen Platzprobleme des Kirchkreises durch 570 zusätzliche Quadratmeter auf zwei Etagen lösen. Genutzt werden sollen sie als Verwaltungs- aber auch Kommunikationsräume und um dem Kirchenkreis "eine Adresse zu haben", wie Wisch betonte.
Die Investitionssumme dafür liegt bei rund 2,3 Millionen Euro, von denen der Kirchenkreis Zweidrittel selbst aufbringen muss. Die restliche Summe würde über Fördermittel finanziert werden.