Für den Ersatzneubau der Brücke am Altstädter Bahnhof hat Verkehrsminister Guido Beermann der Stadt einen Förderbescheid in Höhe von knapp 7,4 Millionen Euro übergeben. Beermann: „Diese Brücke ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt – nicht nur für die Brandenburger. Deshalb wollen wir gemeinsam mit der Stadt alles dafür tun, um zügig mit dem Ersatzneubau beginnen zu können“. Die neue Brücke solle nicht nur das abgerissene Bauwerk aus den 1960er Jahren ersetzen, sondern auch die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden und die Lebensqualität der AnwohnerInnen verbessern.
Die Zuwendung wird im Rahmen der Richtlinie des Infrastrukturministeriums zur Förderung von Investitionen im kommunalen Straßenbau zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden des Landes Brandenburg (Rili KStB Bbg 2021) gewährt und verringert den kommunalen Anteil an dem 38-Millionen-Euro-Projekt, das sich der Bund 23,3 Mio. Euro kosten lässt.

Ausbau der zuführenden Straßen

Aufgrund der festgestellten kritischen baulichen und altersbedingten Defizite war die 1969 eingeweihte „Brücke des 20. Jahrestages“ am 6. Dezember 2019 für den motorisierten Verkehr gesperrt worden. Da Instandsetzungsmaßnahmen nicht mehr möglich waren, wurde das Bauwerk im Mai 2021 abgerissen. Die „Altstadtbrücke“ als Ersatzneunbau ist in Planung und soll in einem Jahr in die Bauausführung gehen. Eine Teilfreigabe ist 2024 denkbar, die Fertigstellung 2026 geplant.
In der Baumaßnahme inklusive sind drei Knotenpunkte sowie ein Ausbau der zuführenden Straßen. Der Ausbaubereich der Magdeburger Landstraße beginnt im Westen an der Friedrich-Franz-Straße und endet etwa 150 Meter östlich der Zanderstraße. Die neben diesem Straßenzug verlaufende Straßenbahntrasse wird auf rund 350 Meter angepasst.
Etwa 70 Meter südlich der Einmündung zur Technischen Hochschule Brandenburg beginnt der Ausbauabschnitt auf der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Zanderstraße. Die zweibahnige Zanderstraße wird im Bauwerksbereich um etwa eine Richtungsfahrbahnbreite nach Osten verlegt und schließt am Knotenpunkt mit der neuen nördlichen Verbindungsrampe an das Bauvorhaben „B 1/B 102 OD Brandenburg KP B 1/B 102 bis Silokanal“ an.