Sie sichern Gefahrenstellen ab oder leisten Erste Hilfe, bis der Rettungswagen kommt: Die Motorrad-Staffel der Johanniter-Unfall-Hilfe Regionalverband Brandenburg-Nordwest. Ministerpräsident Dietmar Woidke überreichte am Donnerstagabend an das Team aus der Stadt Brandenburg virtuell einen Scheck in Höhe von über 1670 Euro aus Lottomitteln. Mit dem Geld wird die Anschaffung eines neuen Handfunkgerätes sowie von zwei Tankrucksäcken unterstützt.

Unterwegs auch in Corona-Zeiten

Die ehrenamtlichen Stauhelfer waren in diesem Jahr trotz Corona-Pandemie in 344 Einsatzstunden über 15.000 Kilometer auf Brandenburgs Autobahnen unterwegs. Woidke sagte in einer Videobotschaft anlässlich eines ‚Online Ehrenamts-Camps‘ der Johanniter: „Wenn es gilt, Leben zu retten, wenn es eng wird auf Brandenburgs Autobahnen, die Technik schlappmacht oder wenn die ersten im Stau die Nerven verlieren – dann ist die Motorrad-Staffel der Johanniter da, zu jeder Zeit, in jeder Lage, immer mit Hilfe und immer mit kühlem Kopf.“

Besondere Herausforderungen durch Corona-Pandemie

Der Ministerpräsident verwies auf die schwierigen und großen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Woidke: „Dieses Jahr ist für alle persönlich und privat eine außergewöhnliche Belastung. Dennoch hält es unsere Ehrenamtlichen nicht davon ab, für andere Menschen da zu sein. Gerade in schwierigen Zeiten schlägt die Stunde der Helden. Sie zögern nicht, sie packen an, um Probleme zu lösen. Sie alle sind unsere Helden des Alltags und mir ist es wichtig, dass dieses Engage-ment gesehen, gewürdigt und unterstützt wird.“

Ehrenamtlich unterwegs auf Brandenburgs Autobahnen

Die ehrenamtliche Motorrad-Staffel sichert die Straßen in Brandenburg an der Havel, im Havelland und der Ost-Prignitz ab. Den ganzen Sommer über sind die Motorradstauhelfer auf den Brandenburger Autobahnen unterwegs. Wenn aufgrund von kilometerlangen Fahrzeugschlangen nichts mehr geht, sind die Stauhelfer auf ihren wendigen Maschinen meist als Erste vor Ort und können medizinische Hilfe leisten, während der Notarzt noch unterwegs ist.
Die Helfer sichern auch Gefahrenstellen ab, unterstützen Liegenbleiber und Staugeplagte oder helfen im Ernstfall Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Alle Stauhelfer sind mit einem Defibrillator ausgestattet. Die Unterhaltung und Wartung der Maschinen sowie die Ausstattung der Fahrer mit technischen Geräten und medizinischem Material wird über Spenden finanziert. Die Einsätze der Johanniter sind kostenlos.

Weitere Ehrenamtler gesucht

Neue ehrenamtliche Biker werden immer gesucht. Informationen über die Motorradstauhelfer vor Ort gibt es telefonisch unter 03381/701017 oder per E-Mail rv.brbnw@johanniter.de.