Fairerweise sei angemerkt, dass die Gäste auf ihre beste Spielerin verzichten mussten, während bei den Gastgeberinnen nur Pia Dalibor nicht auflaufen konnte. Die Gastgeberinnen hatten auch den besseren Start, dank einer aufmerksamen Deckung. Nach etwas mehr als sechs Minuten führten sie mit 4:0.
Danach wollten die Bad Belzigerinnen wieder zu viel auf einmal, vernachlässigten das Miteinander spielen. Die VfB-Damen nahmen die Einladung an, kamen zu ersten Torerfolgen. In der 12. Minute glichen sie zum 5:5 aus.
Zum Glück besannen sich die MBSV-Spielerinnen wieder auf die eigenen Stärken, spielten zügig nach vorn, fanden viel über die zweite Welle  zum Torerfolg. In dieser Phase war es Dorothea Müller, die auf der rechten Seite ihre Chancen zu nutzen wusste. Ihre positive Entwicklung zeichnete sich schon über Wochen ab, sehr zur Freude des Trainers Wandersee. In der 20. Minute hatten die Gastgeberinnen mit 11:6 wieder ein klares Zeichen gesetzt.  Bis zur Halbzeit konnten sie das Niveau halten, die Zuschauer beklatschten beim Gang in die Kabinen einen 16:10-Vorsprung.
Daran änderte sich nach dem Seitenwechsel zunächst wenig. Doch nach zehn Minuten leistete sich der MBSV-Rückraum eine Schwächephase (39./21:16), die Gäste kamen zu einigen Kontertoren und markierten Mitte der zweiten Hälfte den 22:22-Ausgleich. Doch dann stoppten sie sich kurz darauf selbst, als Mandy Lange in der 47. Minute die rote Karte sah. Die Gastgeberinnen hatten nun einen nominellen Vorteil, da das VfB-Team nur noch über sieben Feldspielerinnen verfügte.
Plötzlich war die Treffsicherheit bei Lisa Hermann aus dem Rückraum wieder vorhanden, wie auch bei Josefine Hoffmann, die beim Siebenmeter ebenfalls keine Nerven zeigte, all ihre sechs Versuche verwandelte. Als sie 27 Sekunden vor dem Abpfiff per Strafwurf das 29:26 erzielte war der Sieg in "trockenen Tüchern", da spielte das letzte Gästetor keine Rolle mehr.
Bis auf einige Momente im Spiel sah Denis Wandersee einen starken Auftritt seiner Mannschaft. Er freute sich vor allem, dass Spielerinnen, die sonst nicht im Fokus stehen, ihre Leistungen voll abriefen. Dies betraf nicht nur, die schon erwähnte Dorothea Müller, sondern auch Janin Heinze im Tor, die großen Anteil daran hatte, dass die MBSV-Mannschaft nie in Rückstand geriet. Sie ersetzte die Stammtorfrau Sarah Kleetz, die unter der Woche nicht trainieren konnten, Ein-zu-Eins.
Am kommenden Sonntag (19. Januar) haben die MBSV-Frauen erneut Heimspiel. Mit dem HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst kommt nun ein noch schwereres Kaliber. Doch auch der Tabellenzweite soll am gestärkten Selbstbewusstsein der Bad Belzigerinnen scheitern, der Heimnimbus soll nach Möglichkeit gewahrt bleiben. Seit beinah zwei Jahren sind sie heimischen Gefilden unbesiegt.
MBSV: Heinze, Kleetz, Meseberg, Utermark, Müller 5, Zithier 2. Borgwaldt, Hoffmann 11/6, Melzer 3, Hermann 7, Fiedler, Okowiak 1, Rauhe, Schmidt.