Der Beitrag über die Einweihung des Brandenburger Stadtbades hat offenbar besonders starkes Interesse gefunden. So fragten mehrere Leser an, wie sich damals, 1930, die Eröffnungsfeier gestaltete.
Unsere Recherchen hatten Erfolg. Hier nun kurz ein Rückblick auf jenen 11. August vor genau 90 Jahren: Es war übrigens ein Montag, den der Magistrat für das Zeremoniell ausgewählt hatte. Punkt 17 Uhr begann für das so prächtige, im Bauhausstil errichtete Schwimmhallenbad auf dem damaligen Goethe-Platz (inzwischen nach Alfred Messel benannt)  die Feierstunde.
Da ertönte zunächst die Jubel-Ouvertüre von Johann Sebastian Bach, intoniert vom Berufsorchester Brandenburg. Dem Stadtbaurat und Architekten Karl Erbs war anschließend die festliche Übergabe des Fritz-Ebert-Bades vorbehalten, ehe dann Ansprachen von Oberbürgermeister Dr. Ernst Fresdorf und des nach Brandenburg beorderten Regierungspräsidenten Jaenicke folgten. Mit Giacomo Meyerbeers „Fackeltanz“ sowie Albert Lortzings Festouvertüre wurde das Programm entsprechend würdig fortgesetzt.
Und dann endlich übernahmen hiesige Wassersportler die Regie, wussten im nassen Element mit ihren bestens abgestimmten Vorführungen zu gefallen. Ein Schlussmarsch, wiederum gespielt vom städtischen Orchester, rundete die Weihe des Bades entsprechend ab.