Es musste nicht immer bauliches Monument sein, um dem Hohenzollern-Geschlecht rund um deren 500-jähriges Jubiläum in der Stadt Ehre zu erweisen, es ging auch namentlich. Und so gab es in Brandenburg etwa 25 Jahre lang einen „Hohenzollern-Park“, wie auf der 1899 abgestempelten Ansichtskarte verewigt.
 Zu finden war er einst – noch nach alter Nummerierung – in der Jacobstraße 14, was heute dem Kreuzungspunkt von Jacob- und Bauhofstraße entspricht. Die „14“ hatte sich bereits als „Pahles’s Salon“ im 19. Jahrhunderte Gästen empfohlen und kam Ende der 1890er Jahre in den Besitz des in Plaue ansässigen Grafen v. Königsmarck, dem es vermutlich zugeschrieben werden kann, dass die Gastlichkeit nun an das Hohenzollern-Geschlecht erinnerte.

Bereits im Brandenburger Adreß-Buch von 1897 findet sich der „Hohenzollernpark“

Bereits im Adreß-Buch von 1897 findet sich der „Hohenzollernpark“-Eintrag unter Jacobstraße 14. Und noch 1913/14, da die in Berlin wohnende „Gräfin v. Königsmarck an Eigentümerstelle steht, ist der „Hohenzollernpark“ vermerkt, inzwischen mit Marie Zillmann als Restaurateurin.
Nach der Neunummerierung der Jacobstraße war die 14/14a zur 32/33 geworden und noch laut Adreß-Buch von 1919/20 noch immer „Hohenzollernpark“. Doch schon am 3. April 1920 wurde daraus die Sommerbühne des in der Blumenstraße angesiedelten „Stadttheaters“. Die Jacobstraße 32/33 war nun „Schaubühne“ für Kino- und Varietévorstellungen, brachte aber nicht den erhofften Erfolg, sodass daraus bald die „Alhambra-Lichtspiele“ (mit 748 Plätzen!) wurden – und bis 1945 blieben.
Bis zum vernichtenden April 1945, als letzte Bomben und Straßenkämpfe des Zweiten Weltkrieges große Lücken u. a. in die Jacobstraße rissen. Die Lücke des einstigen Hohenzollern-Parks nutzte man 1963 für die Verlängerung der Bauhofstraße bis zum Trauerberg.