Der Hohenzollernstein an der Magdeburger Heerstraße. Ortschronist Ernst Riedel schrieb einst: „Die alte Magdeburger Heerstraße wird von den Spaziergängern meist gemieden, da die seitwärts führenden Wege viel schönere Waldstellen berühren und auch längst nicht so sandig sind. Und doch bietet jener jetzt so einsame Weg mehr Reize, als seine windverwehten Wagenspuren und die dürftigen Kiefern, die ihn umgeben, vermuten lassen. Es ist historischer Boden, über den wir wandern, und die alte Straße, wie wohl noch dieselbe Ursprünglichkeit zeigt wie vor 500 Jahren, kann dem Geschichtsfreund mehr erzählen als mancher weitberühmte Punkt unseres Vaterlandes...“

Ein „weitberühmter Punkt unseres Vaterlandes“

Einst Handelsstraße, zog später über sie so manches Heer, weswegen die Straße zwischen Wilhelmsdorf bis zur Kreuzung gen Mahlenzien und Kirchmöser die „Magdeburger Heerstraße“ blieb. Befestigt wurde sie wohl spätestens, als in Mahlenzien 1967 das Wasserwerk für die Stadt Brandenburg entstand. Zu jener Zeit galt der Hohenzollernstein als verschollen. Seit wann er wieder dort steht, verrät eine Erinnerungstafel: „Der Bürgerverein ‚pro Kirchmöser‘ e.V. suchte nach ihm und barg ihn stark beschädigt am 29.10.1998 mit Hilfe der Bundeswehr. Mit Mitteln des Historischen Vereins und der Stadt Brandenburg an der Havel wurde der Stein restauriert. Am 20. Juni 1999 erfolgte die feierliche Wiedereinweihung.“