Wie im Beitrag zur „Bauchschmerzenbrücke“ erwähnt, hatte sie „Gottfried Krüger, damals Inhaber der Eisengießerei und Maschinenfabrik ‚Elisabethhütte‘“ gestiftet.  Vermutlich, weil ihm seine direkte Nachbarschaft am Herzen lag. Richtigerweise verorten Brandenburger die Elisabethhütte weiter entfernt in der Caasmannstraße, doch lag ihre Wiege zwischen Nicolaiplatz und Luckenberger Brücke, etwa dort, wo heute die BAS Brandenburg an der Havel samt Slawendorf zu finden ist.

Fabrik benannt nach Unternehmer-Gattin

Die Unternehmer-Familie Krüger hatte, nachdem ihre Tuchfabrik in der Altstadt 1872 niedergebrannt war, sich geschäftlich umorientiert und am 6. Juni 1874 neben der Königlichen Strafanstalt (heute Stadtverwaltung) in der Neuendorfer Straße eine Eisengießerei und Maschinenfabrik in Betrieb genommen, die Inhaber Julius Krüger nach seiner Frau Elisabeth benannte. Die „Elisabethhütte“ wuchs rasant, fertigte bald mit 300 Arbeitern Maschinen- und Pumpengussteile sowie Werkzeugmaschinen, Klavier- und Pianoplatten.

Der Chef formt sein Umfeld

Privat siedelte sich der Chef ganz in der Nähe an – erst in der Neuendorfer Straße 2, dann in der Luckenberger Straße 4, in der sein Sohn Gottfried bereits die Nr. 3 besaß – und der 1902 das Unternehmen übernahm sowie vis-à-vis 1921 die markante Brücke finanzierte. Er war es auch, der die Fabrik in die heutige Caasmannstraße verlegte – weit hinter Stärkefabrik und Gaswerke, gegenüber dem Exerzierplatz. All das zählte damals noch zur Neuendorfer Straße, deren Nr. 56 b das erste neue Werk (die Werkzeugmaschinenfabrik) der „Elisabethhütte“ wurde...