Heute setzt BRAWO seinen Rückblick auf das Leben und Geschehen in unserer Heimatstadt während der DDR-Epoche fort. Damit aber soll diese keinesfalls verherrlicht werden. Schlagen wir wieder die „Brandenburgischen Neuesten Nachrichten“ auf, nun den Juni 1970, um auszugsweise einen Bericht über die damals so schwierige Situation bei der Pkw-Reparatur wiederzugeben.
Mussten doch oftmals Wartezeiten von mehreren Wochen, ja, sogar Monaten in Kauf genommen werden. Es haperte vor allem an Ersatzteilen, zudem gab es nur wenige Werkstätten. Und für Auto-Neubestellungen waren ohnehin 8 bis 15 Jahre (!) Wartezeit Normalität dieser Mangelwirtschaft.

Betriebsteil ist ständig bemüht

 Der Brandenburger Betriebsteil Kfz-Instandsetzung im Kombinat Kraftverkehr bemüht sich ständig darum, die Dienstleistungen weiter zu verbessern, konstatierten damals die „BNN“ einleitend. „Unser Bestreben ist darauf ausgerichtet, den längst noch nicht befriedigenden Zustand im Service zu beschleunigen und zu entspannen“, betonte Werkleiter Manfred Mazurek. So berichtete er, dass nun vorrangig ein verändertes System bei der Terminvergabe für Reparaturarbeiten zum Vorteil der Autobesitzer praktiziert wird. Zudem soll in den Werkhallen dieses volkseigenen Betriebes mit seinen 30 Lehrlingen – so auch in der Potsdamer Straße – beispielsweise eine Rekonstruktion der Beleuchtungsanlagen für die Arbeitsplätze erfolgen. Dort hat es mittlerweile durch erweiterte Abstellflächen für die Autos vom Typ Trabant und Wartburg, die nach oftmals mühevoller Platzsuche dann auf ihre Reparatur warten, gewisse Entlastung gegeben.

Mit Service und Einspritzpumpendienst

Im Hauptbetrieb Wilhelmsdorfer Straße gelang es ebenfalls (...), den Ablauf zu erleichtern. Hier nehmen sich die Kfz-Handwerker der Lastkraftwagen W50,  H 3A - S 4000 sowie Robur an. Hinzu kommen Aufträge für den Pkw Škoda sowie der IKA-Elektro-Service und ein Einspritzpumpen-Dienst. „Die Brandenburger Verkehrsbetriebe wissen unsere Leistungen zu schätzen, wenn wir ihre Omnibusse möglichst schnell wieder fahrtüchtig machen“, ergänzte Manfred Mazurek.

Ein Leitbetrieb sucht Vorteile

Er verwies zudem darauf, wie man als Leitbetrieb der Erzeugnisgruppe „Individualverkehr“ mit allen Kfz-Werkstätten der Region darauf orientiert, die verfügbaren Kapazitäten künftig noch vorteilhafter zu nutzen, „wenngleich sich nicht von heute auf morgen grundlegende Veränderungen erreichen lassen.“ So erfuhren die „BNN“ von diesbezüglich dazu erstellten Analysen (...), die inzwischen dem zuständigen Fachbereich des Rates der Stadt vorlägen. „Wiederholt gab es auch Kritik am Sonntags-Bereitschaftsdienst, der teilweise noch ungenügend ist. So stellen wir jetzt (...) ein Ersatzteilsortiment für die wichtigsten Pkw-Typen zusammen. Es soll künftig jeweils der am Wochenende dienstbereiten Werkstatt überlassen werden“, kündigte unser Gesprächspartner abschließend an.