Was war geschehen, beide Teams standen sich erst am 15. Februar in Grünheide gegenüber, damals hieß es nach dem Abpfiff noch 27:27-Unentschieden, beide Reihen zählten noch 13:25 Punkte. Doch in der vergangenen Woche kam heraus, dass die Randberliner einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatten. Der GSV hatte sich die Dienste eines A-Juniors vom LHC Cottbus mit Zweitspielrecht gesichert. So weit so gut, doch dieses Recht galt nur für Ligen unterhalb der Oberliga. Somit wurde die Partie gegen die Grünheider gewertet, die Truppe von Trainer Sven Schößler verbuchte damit einen unerwarteten Auswärtssieg.
Die GSV-Mannschaft setzte den Cottbuser aber auch noch in den Partien gegen Usedom und VfL Lichtenrade ein. Gegen Usedom hatte das weniger Auswirkungen, das Spiel ging eh verloren, aber der Erfolg über die Berliner änderte sich nun ebenfalls in eine Pleite. Das müssen die Grünheider erst einmal verkraften.
Trainer Schößler nahm den zusätzlichen Punkt dankbar an und wird im Hinblick auf das Samstagspiel (29. Februar/18 Uhr) nochmals alle Regularien wälzen, denn er beabsichtigt Pascal Hindorf aus der 2. Mannschaft nach oben zu delegieren, da Torwart Jurij Benkendorf für einige Zeit ausfällt und er einen zweiten Mann neben Oskar Müller benötigt. Das einzige Fragezeichen in Sachen Einsatzbereitschaft sieht der Coach bislang nur bei seinem Sohn Max Schößler, dessen Schulterverletzung noch nicht in Gänze auskuriert ist.
Die Aufgabe am Samstag ist mit dem Tabellenzweiten HSV Insel Usedom besonders schwer, doch vielleicht gibt der Blick auf die Tabelle nun zusätzliche Kräfte bei den West-Männern  frei. In diesem Spiel haben sie nichts  zu verlieren, sie können sich darauf freuen sich mit einem der Mitfavoriten zu messen. Und vielleicht unterschätzen die Insulaner auch das West-Team, das sich vorgenommen hat, bis zum Abpfiff zu kämpfen.