Die Handwerkskammer Potsdam und das Handwerksblatt hatten dazu in der vergangenen Woche alle interessierten Unternehmen ins Zentrum für Gewerbeförderung nach Götz eingeladen, angemeldet waren bis Dienstagabend rund 125 Firmen aus unterschiedlichsten Bereichen. Unter ihnen viele, die Facebook und Co. zwar aktuell schon für ihre Betriebe nutzen, bisher jedoch  mehr oder weniger nach bestem Wissen und Gewissen agieren. Ein Umstand, den Facebook mit Veranstaltungen wie dieser ändern will – immerhin profitiert auch der Social-Media-Riese von einer Anzeigenschaltung der Unternehmen.
Aus diesem Grund standen im Vortrag von Christian und Kevin – typisch amerikanisch blieb man während der ganzen Veranstaltung beim Du – die Tools und Möglichkeiten der eigenen Plattformen natürlich im Vordergrund. Neben grundlegenden Informationen, etwa wie sich eine "Story" von einem einfachen Seitenbeitrag unterscheidet, rieten die Experten den Teilnehmern, sich zunächst einmal grundlegend klar zu machen, wie sie ihr Unternehmen einem Fremden beschreiben würden. Dazu müsse klar sein, was den Betrieb von anderen abhebe und in diesen Sinne den Anreiz für den Käufer biete, sich für ihr Unternehmen zu entscheiden. "Bevor Anzeigen geschaltet werden, solltet ihr euch sogenannte ‚Personas’ aufzeigen. Das heißt, wie sieht mein typischer Stammkunde aus und welche anderen Interessen kann ich ihm zuschreiben", betonte Christian, der weiter dazu riet, alle Anzeigen dann optisch als auch textlich darauf auszurichten. Für ein gelungenes Foto seien deshalb spezielle Apps wie "Mojo" oder "Ripl" verfügbar, die es z.B. ermöglichen, mehrere Bilder zu einem animierten zusammenzusetzen und mit einem Text zu kombinieren. "So entsteht eine größere Chance, dass die Leute euch wahrnahmen und ihr nicht in der Masse an Bildern, die heute zu sehen sind, untergeht", so der Experte. Er empfahl außerdem, den "Followern" auch mal einen Blick "hinter die Kulissen" zu bieten oder persönliche Geschichten zu erzählen. Auf diese Weisen würden Firmen nicht mehr mit Kunden, sondern Nutzer mit Nutzer kommunizieren.
Die Reaktionen der Teilnehmer auf die gut dreistündige Präsentation der Facebook-Experten waren gut: viele nahmen Anregungen und Ideen mit, wie sich ihre Leistungen ganz individuell auch bei Facebook, Instagram und Co. vermarkten lassen. Handwerk und Social Media – das passt auf den zweiten Blick also vielleicht doch besser als gedacht.