Dass Lukas diese Leistung schon in so jungen Jahren erbringen konnte, ist zum einen dem Ausbildungsbetrieb, der Metallbau Windeck GmbH zu verdanken, die schnell die Talente ihres Lehrlings erkannte und ihn förderte. Zum anderen aber auch seiner Leidenschaft, die der junge Mann für den Werkstoff Metall in den letzten Jahren entwickelte.
Für sein vorbildliches Ausbildungsengagement ist Lukas Wunderlich am Mittwoch als Azubi des Monats November der Handwerkskammer Potsdam ausgezeichnet worden. Vollkommen überrumpelt nahm er im Beisein seines Ausbilders und Mentors Lutz Sperling von Hwk-Hauptgeschäftsführer Ralph Bührig Urkunde, Tasche und T-Shirt entgegen.
Ausbildungsleiterin Sandra Damschke lobte nicht nur das große Talent des angehenden Metallbauers sondern verwies auch auf seine persönliche Charakterstärke und seinen "fast liebevollen" Umgang mit dem Werkstoff Metall. "Ob Feilen, Schweißen oder Schneiden, er versteht es exzellent, mit Stahl umzugehen. Selbst wenn es knifflig wird, weicht er nicht von seinem hohen Qualitätsanspruch ab. Dabei hinterfragt er Arbeitsaufgaben, will verstehen und bringt eigene Ideen mit ein", so die Ausbildungsleiterin. Sie lobte auch seine Zuverlässigkeit und sein freundliches Auftreten gegenüber Kollegen, aber auch seine aktive Beteiligung in der Berufsschule im Rahmen der theoretischen Aufgaben.
Inzwischen befindet sich Lukas auf der Zielgeraden seiner Ausbildung. In wenigen Monaten beginnen für ihn die Gesellenprüfungen. Dabei war der Weg für ihn bis zu diesem Tag mit verschiedenen Höhepunkten gespickt. So motivierte ihn Lutz Sperling am Wettbewerb "Jugend schweißt" teilzunehmen. Der junge Mann aus Beetzsee stellte sich der Herausforderung - mit Erfolg. Auf Bezirksebene entschied er das WIG-Schweißen für sich. Und auch auf Landesebene konnte er mit seinem dritten Platz auf dem Siegertreppchen stehen. Zudem erwarb er wichtige Erfahrungen im Schweißen.
Auch wenn in den kommenden Wochen die Zeit der Abschlussprüfungen und die Anfertigung des Gesellenstückes auf ihn wartet, weiß Lukas schon jetzt, wie es für ihn beruflich weiter geht. Er wird im in vierter Generation geführten Familienunternehmen bleiben. Perspektivisch soll er dabei in die Fußstapfen seines Mentors treten, von dessen Fachwissen er während seiner Lehrzeit rundum profitierte.