Oberbürgermeister Steffen Scheller verabschiedete dienstagfrüh um 7:00 Uhr 22 Kameraden der Freiwilligen Brandenburger Wehren, die fünf Tage lang die Helfer-Flotte im Hochwassergebiet Rheinland-Pfalz verstärken. Dabei sind sieben Kameraden der FF Brandenburg, fünf aus Kirchmöser, je vier aus Schmerzke und Göttin, ein Mitglied der FF Gollwitz sowie ein Kamerad einer Werkfeuerwehr aus Eisenhüttenstadt, der bei der Brandenburger Berufsfeuerwehr ein Praktikum absolviert.

Spendenkonto Hochwasserhilfe

Für die Spenden aus Brandenburg wurde ein Konto eingerichtet: Landkreis Märkisch-Oderland, IBAN: DE39 1705 4040 0020 0662 95, Stichwort: Spenden Hochwasserhilfe 2021

Mit 14 Stunden Hinfahrt wird gerechnet

Erstes Ziel des Konvois, der aus einem Löschgruppenfahrzeug, einem Tanklöschfahrzeug und drei Mannschaftstransportwagen voller Manpower besteht, war der Autobahnrastplatz Buckautal, wo die Brandenburger auf die Kameraden des Landkreises Potsdam-Mittelmark trafen. Gemeinsam machten sie sich als Einheit „Modul Löschen und Einfache Hilfeleistung“ auf den Weg zum Sammelpunkt am Nürburgring, um von dort aus in die Überschwemmungsgebiete zu gelangen. Vor Ort werden die Brandenburger Kameraden als Teil der Truppe, die das Land Brandenburg aktuell zur Unterstützung im Krisengebiet stellt, ihre Kameraden aus dem Landkreis Teltow Fläming ablösen.

Katastrophengebiet ohne Infrastruktur

Von ihnen wissen die Helfer bereits, worauf sie sich einstellen müssen – „ein Katastrophengebiet, in dem es zum Teil keine Infrastruktur mehr gibt“, erzählt Daniel Bucko, der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Brandenburg. „Ausreichend Gummistiefel, Schippen und Spaten haben wir dabei, um Leitungsschächte graben zu können. Unsere Kollegen waren auch in Hauskellern im Einsatz und haben Putz abgeklopft. Wir helfen, wo wir können“, so Bucko.
„Ich möchte Ihnen für ihre Bereitschaft, den Menschen im Hochwassergebiet zu helfen, danken. Bitte passen Sie auf sich und Ihre Kameraden auf und kommen Sie gesund wieder“, gab Stadtchef Steffen Scheller den Kameraden mit auf den Weg.
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