Marion Bester hat zusammen mit ihrem Mann Stefan in der alten Lebkuchenfabrik von Familie Wiegmann an der Berliner Straße 4 ein Café eröffnet. Neugierige Nachbarn sowie Freunde kamen in Scharen zur Eröffnungsfeier. und ließen sich im Schatten eines Baumes im wunderschönen Innenhof den ersten Kaffee schmecken. Künftig gibt es Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Auf Lebkuchen muss vorerst verzichtet werden. „Ich suche noch ein gutes Rezept für die Vorweihnachtszeit“, so Marion Bester.
Eigentlich sollte in dem historischen Bürgerhaus, in dem noch der alte Backofen bewundert werden kann, schon vor einigen Monaten eine Frühstückspension mit Café eröffnet werden. Doch die Banken spielten nicht mit. Erst durch hartnäckiges Verhandeln und Unterstützung durch den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband wurde ein Weg gefunden, die Quereinsteigerin zu unterstützen. Von den Startschwierigkeiten hat sich die gelernte Krankenschwester aber nicht entmutigen lassen. Die 52-Jährige hat deshalb zunächst das Frühstücks-Café mit viel Liebe zum historischen Detail aufgebaut. In wenigen Wochen, spätestens im Herbst, soll auch die Pension mit sechs oder sieben Betten ihren Betrieb aufnehmen. „Das hat in Kremmen gefehlt“, freut sich Norbert Stolley vom Scheunenviertel-Restaurant „Coldehörn“ über den Mut der Kremmenerin. Bislang gibt es in der Stadt nur Privatzimmer oder ein Hotel.
Das „Café zur alten Lebkuchenfabrik“ hat donnerstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.