Fast 80000Euro wird in das Biotop für Amphibien und Wasservögel investiert. Die Kosten trägt nach Angaben von Helwelcke die Europäischen Union. „Alle wundern sich, dass in der Region die Zahl der Störche abnimmt. Aber angesichts der riesigen Maisfelder, auf denen Biomasse für die Gasanlagen angebaut wird, ist das nicht erstaunlich. Da findet kein Storch etwas zu fressen“, erklärt der Husky-Experte den Hintergrund der Förderung für die Gewässer auf dem 35 Hektar großen Wildtierpark.
Weitaus günstiger als die Wiederherstellung der beiden Feldsölle ist die Anschaffung der beiden Polarwölfe. Die zehn Monate alten Tiere kommen aus dem Tierpark Petersberg in Sachsen und haben wenige hundert Euro gekostet. Der Luchs aus dem Perleberger Zoo ist ein Tauschgeschäft. „Wenn wir Nachwuchs haben, geben wir ein Tier zurück“, freut sich Helwelcke über die Kollegialität.
Der Hohenbrucher will die Tiere artgerecht in großen Gehegen halten. In zwei Jahren sollen alle Anlagen fertig sein. Bis dahin sollen noch Schneeeulen und Polarfüchse nach Hohenbruch übersiedeln. Zu sehen sind bereits Elche und Rentiere. „Wir sind keine Konkurrenz zum Tierpark in Germendorf“, betont Helwelcke, der sich mit dem Betreiber Horst Eichholz gut versteht und manchmal Tiere tauscht, um Inzucht zu vermeiden. „Wir wollen lieber Gruppen durchs Gelände führen. Dann haben die Tiere mehr Ruhe“, so der Husky-Experte, der auch dem Verein „Nordische in Not“ vorsteht.
Der Wildpark ist nur ein Standbein des Hofes. Ralf Helwelcke führt zusammen mit seiner Frau auch eine Hundepension, bietet im Hofladen Futter und Utensilien für Hunde an und pflegt einen Tierfriedhof.
Insgesamt leben gut 500Tiere auf dem Hof in Hohenbruch, der gerne besucht werden kann. Die Anfahrt ist ausgeschildert. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden gebeten.
Info:
(01 77) 2 29 76 96