1.000 Euro waren als Startgebot notiert, als am 19. März beim Auktionshaus Karhausen ein DDR-Ferienlager (1970er Jahre) des einstigen Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) Potsdam versteigert werden sollte. Es folgte der abermalige Beweis, dass gegenwärtig auch ruinöse Immobilien unglaublich begehrt sein können. So erwuchs aus 20 angemeldeten Bietern ein Duell, das nach rund sieben Minuten ein Telefon-Bieter für sich entschied. Mit der unerwarteten Summe von 225.000 Euro.

Viele Objekte für viel Geld

Dafür gibt es an der Lehniner Chaussee, im Außenbereich gelegen, auf rund 8.000 qm ein verwildertes Schwimmbecken, ein Haupthaus, Garagen sowie zehn  sanierungsbedürftige oder gar abrissreife Bungalows, die zum Teil über die RAW-Grundstücksgrenzen hinaus gebaut worden sind. In der Gemeindeverwaltung Groß Kreutz (Havel) wird gespannt auf den Käufer gewartet – was ihm vorschwebt, ob er einen Bebauungsplan anstrebt oder sogar auf eine Änderung des Flächennutzungsplanes hofft.