Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Brandenburg an der Havel hat in seiner Beratung am 28. Januar 2021 137 Bodenrichtwerte für Bauflächen, sechs für land- beziehungsweise forstwirtschaftliche Nutzungen und einen Bodenrichtwert (BRW) für sonstige Nutzungen zum Stichtag 31. Dezember 2020 beraten und beschlossen.
Allgemein wurde am Grundstücksmarkt für Bauflächen eine wertsteigende Tendenz festgestellt. Für 98 Prozent der BRW hat der Gutachterausschuss eine Wertsteigerung, die im Mittel bei  15 Prozent lag, beschlossen.

  Wohngebiete Görden, Eigene Scholle und Quenz

In den Wohngebieten der städtischen Lage wie Görden, Eigene Scholle, Mötzower und Krakauer Vorstadt, Quenz  sind 25 Bodenrichtwerte ermittelt worden, davon drei für neu gebildete BRW-Zonen. Die drei neuen Bodenrichtwertzonen wurden für die Lagen „Weinmeisterweg“, „Planebrücke“ und „Eichspitzweg“ eingeführt. Die BRW für Wohnbauflächen liegen zwischen 60 und 140 Euro für den Quadratmeter.
In den dörflichen Lagen wie Gollwitz, Göttin, Klein Kreutz, Saaringen, Schmerzke, Wilhelmsdorf, Wust wurden zehn Bodenrichtwerte ermittelt. Die BRW in den dörflichen Lagen bewegen sich zwischen 20 und 65 Euro.

Bodenrichtwerte für Heidekrug, Havelkietz und Osthalbinsel

In den Bebauungsplangebieten des individuellen Wohnens (B-Plangebiete wie Schmerzke-Zingelheide, Heidekrug, Havelkietz, Osthalbinsel usw.) wurden elf Bodenrichtwerte ermittelt. Der Höhe nach bewegen sich die elf BRW zwischen 85 und 260 Euro.
Für Gewerbegebiete wurden zehn Bodenrichtwerte ermittelt. Seit vielen Jahren wurden erstmals wieder Wertsteigerungen - um durchschnittlich 15 Prozent - auf diesen Teilmarkt registriert. Die BRW für gewerbliche Flächen in der Stadt Brandenburg an der Havel liegen derzeit zwischen 17 und 23 Euro. Die Bodenrichtwerte für Industrie und Einkaufszentren wurden auf ihrem Vorjahresniveau bestätigt und liegen zwischen zehn und 50 Euro.

Sieben Bodenrichtwerte für Plaue

In Plaue wurden sieben Bodenrichtwerte ermittelt, davon einer für die neu gebildete BRW-Zone „Plaue-Am Havelgut“, die für Grundstücke in Wasserlage gilt. Die BRW der bestehenden BRW-Zonen liegen zwischen 25 und 70 Euro; der BRW für die neu gebildete BRW-Zone beträgt 130 Euro.
Im Stadtteil Kirchmöser existieren fünf Bodenrichtzonen. Alle BRW sind erhöht. Die BRW der Wohnlagen in Kirchmöser liegen jetzt zwischen 40 und 60 Euro.
In den Mietwohnungsbaugebieten (wie Alter Görden, Große Gartenstraße, Gutenbergstraße, Hohenstücken, Nord, Walzwerksiedlung) wurden 17 Bodenrichtwerte ermittelt, davon einer für die neu gebildete Lage „An der Stadtschleuse“.  Die BRW für Wohnbauflächen des Mietwohnungsbaus liegt zwischen 55 und 180 Euro.

Vier Zonen für Mischgebiete in Brandenburg/Havel

In der Stadt Brandenburg an der Havel werden vier BRW-Zonen für Mischgebiete (Neuendorfer Straße, Geschwister-Scholl-Straße, Jacobstraße, Potsdamer Landstraße) zum Stichtag 31. Dezember 2020 geführt. Deren BRW liegen in einer Spanne von 45 bis 190 Euro. Auch hier sind Steigerungen in den Bodenrichtwerten von durchschnittlich zwölf Prozent zu verzeichnen.
Seit 2015 werden BRW für kleine Wohnsiedlungen im Außenbereich ermittelt. Für die BRW-Zonen „Bohnenland“, „Neu Plaue“, „Görisgräben“ und „Wendgräben“ liegen die BRW zum 31. Dezember 2020 jeweils bei 15 Euro.
Seit 2016 werden BRW für elf Erholungsgebiete ermittelt. Die BRW wurden, mit Ausnahme der BRW-Zone „Schützenworth-Hoher Steg“, auf dem Vorjahresniveau bestätigt. Der BRW für die BRW-Zone „Schützenworth-Hoher Steg“ wurde um zwei Euro erhöht, das entspricht einer Steigerungen von 15 Prozent. Die BRW liegen in einer Spanne von 15 bis 50 Euro.
Die Bodenrichtwerte im Kern der Stadt Brandenburg an der Havel sind unterteilt in Zentrumslagen und Zentrumslagen im umfassenden Sanierungsgebiet. Für die Zentrumslagen wurden durchgängig prozentuale Erhöhungen - um durchschnittlich zehn Prozent - bei den BRW ermittelt. Die zwölf ausgewiesenen Bodenrichtwerte liegen nun in einer Spanne von 180 bis 360 Euro.
Für die Zentrumslagen im umfassenden Sanierungsgebiet wurden 19 Bodenrichtwerte mit dem sanierungsbeeinflussten Zustand (SB) ermittelt. Das bedeutet, hier wurden die Bodenrichtwerte unter Berücksichtigung der rechtlichen und tatsächlichen Neuordnung ermittelt (= Berücksichtigung des Grundstückzustandes nach Abschluss der Sanierung). Für alle 19 ausgewiesenen Bodenrichtwerte wurde vom Gutachterausschuss eine prozentuale Erhöhung - im Durchschnitt um zehn Prozent - ermittelt; sie liegen damit in einer Spanne von 45 Euro (für die Qualität – „Gartenbau“) bis 850 Euro/Quadratmeter (für die Qualität – „gemischte Baufläche- Zentrum“).
 Durchschnittlich ergab sich für die BRW im Kern der Stadt Brandenburg an der Havel eine Steigerung von zehn.
Weitere Informationen gibt es unter www.stadt-brandenburg.de unter Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte oder unter 03381/586203 oder -05.
Im Bodenrichtwert-Portal boris-brandenburg.de werden die neuen Werte im März sichtbar sein.