Die neue Fachfrau für digitale Schaltungstechnik, Rechnerarchitektur und eingebettete Systeme an der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) heißt Prof. Dr.-Ing. Angela Pohl. Mit Juli-Start trat die 39-Jährige ihre Professur für Technische Informatik im Fachbereich Informatik und Medien an. Zuvor hatte sie an der THB bereits zwei Jahre lang Lehraufträge übernommen und brachte sich als Akademische Mitarbeiterin ein.

Freude am Unterrichten

„Ich hatte schon immer Freude daran, zu unterrichten“, sagt die Wahlberlinerin, die ursprünglich aus Brunsbüttel an der Nordseeküste kommt. Deshalb habe sie auch schon länger mit einer Professur geliebäugelt. Die Ausschreibung der THB kam gerade richtig, nachdem sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Berlin promoviert und erste Erfahrungen im Hochschulbetrieb gesammelt hat. Zuvor hatte sie sieben Jahre lang in der Forschungsabteilung „Intel Labs“ des amerikanischen Halbleiterherstellers Intel gearbeitet und sich dort intensiv mit Entwicklungsprozessen von Mikroprozessoren befasst: „Ich habe Systeme aus programmierbaren Logikbausteinen entwickelt. Die ermöglichten, Fehler in der Funktion der neuesten Mikrochips zu finden, noch bevor der erste Prototyp gebaut wurde.“

Steckenpferd Mikrochips

Diesem Steckenpferd der Mikrochips wird sie auch während ihrer Arbeit an der Technischen Hochschule Brandenburg treu bleiben. Denn ihr Hauptaufgabengebiet sind eingebettete Systeme. „Überall um uns herum sind in Gegenständen kleine Chips verbaut“, verweist sie auf Alltagsgegenstände wie zum Beispiel Heizungsthermostate und Lichtschalter, die über das Smartphone bedient werden können. Angela Pohl befasst sich damit, wie Computerprogramme die Funktionalitäten dieser Chips möglichst effizient ausnutzen können, um unter anderem Energie zu sparen.

Forschungsprojekte anstoßen

In diesem Arbeitsfeld möchte sie bald auch Forschungsprojekte in Brandenburg an der Havel anstoßen und hofft auf viele gemeinsame interdisziplinäre Projekte mit ihren neuen Kolleginnen und Kollegen. „Am liebsten möchte ich immer etwas bauen und tüfteln.“
Wohnen bleibt sie vorerst aber im westlichen Teil von Berlin.