„Dank der Unterstützung der Gemeindeverwaltung, des Stadtmuseums Brandenburg und Domstiftarchivs sowie der Familien Strehlau und Geiß konnte jetzt auch das 2. Informationsschild auf dem Telegraphenrundweg in neuer Qualität aufgestellt werden. Damit sind nunmehr in der Kastanienallee – gegenüber Firma Hell – und in der Gartenstraße – vor der Nummer 49 – sehenswerte Geschichtstafeln zu Schenkenberg erlebbar“, freut sich Wolfgang Groch von den Schenkenberger Telegraphenfreunden. Fünf Jahre ist es her, dass er mit Gleichgesinnten dem jungen, offiziell 1928 gegründeten Ort Schenkenberg zu einem Stück alter Geschichte verholfen hat:

Junger Ort mit Geschichte

Denn Schenkenberg war Station Nr. 6 (von insgesamt 62) der von 1832 bis 1849 bestehenden optischen Telegraphenlinie zwischen Berlin und Koblenz. Im Frühjahr 2016 wurde auf dem verwilderten Fliederberg die Telegraphengeschichte freigelegt und ein Stationsdenkmal errichtet. Mit viel Fleiß und Muskelkraft und mühsam eingesammeltem Geld. So entstand eine Telegraphenmodell, dessen Schatten im gepflasterten Platz festgehalten ist, dazu Informationstafeln und einige Sitzgelegenheiten. Einheimische und Touisten freut’s, wie auch die Dorfjugend, die sich hier gerne trifft.

Frust-Station

Und manchmal trifft es leider die Station. Zuletzt die Telegraphenradwegtafel und das Dach der Wanderstation. „Auch haben ‚Kraftprotze‘ nach der jüngsten Reinigungsaktion gleich wieder für Unrat, Glasscherben und weggerollte Steine gesorgt“, ärgert sich Wolfgang Groch – und noch viel mehr über die zerbrochene Stationstafel, die allein 500 Euro gekostet hat. „Bis wir sie ersetzen können, habe ich versucht, sie stabil zu rekonstruieren. Amt und Polizei sind informiert, aber es bedarf aller Hilfe, diese Zerstörungswut zurückzudrängen“, findet Groch.

Kraft für Arbeitseinsatz aufsparen

Und weiter: „Wer Kraft für solch sinnlose Taten verschwendet, sollte sie lieber beim nächsten Arbeitseinsatz einbringen. Wir Telegraphenfreunde werden jedenfalls weiter die Geschichte Schenkenbergs pflegen und vermitteln, alsbald auch wieder bei Führungen und Wanderungen.“