Die Vorstellung fand im alten Feuerwehrdepot am Paulikloster statt – für die Familie ein besonderer Ort, denn nach dem Krieg nutzte sein Vater den Raum als Werkstatt. Später wurde daraus eine Kirche. Hier heiratete Klaus Windeck seine Frau Renate und Sohn Oliver wurde hier getauft.
"Es gibt Menschen, mit denen hat man gern zu tun. Das Buch ist nur eine Zwischenbilanz. Die nächste Generation hat schon die Verantwortung übernommen", Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke würdigte den ehemaligen Chef der Metallbau Windeck GmbH in Rietz als "mutigen Unternehmer". "Er ist ein Familienmensch mit ansteckendem Humor, aber auch ein Visionär mit Weitsicht. Als im Jahr 1996/97 noch keiner das Wort ‚Fachkräftemangel’ ernst nahm, förderte er gemeinsam mit der Handwerkskammer das Ausbildungszentrum in Götz", lobte der Landesvater weiter.
Kleine Geschichten schildern unterhaltsame die Jugendjahre in der Nachkriegszeit und erinnern dabei an Orte und Plätze, die bei vielen in Vergessenheit geraten sind. Erzählt werden private Momente, wie das Kennenlernen seiner großen Liebe Renate aber auch die "dunklen Stunden der Jugend" als er 1959 wegen "Staatsverleumdung" zu sechs Monaten Freiheitsentzug auf Bewährung verurteilt wurde. Natürlich nimmt die Firmengeschichte und sein Handwerkerleben viele Seiten in Anspruch. Dabei standen am Anfang wenig ermutigende Worte. "Merken Sie sich: Sie sind nur eine Übergangslösung", hatte ein örtlicher Funktionär 1961 zu Klaus Windeck gesagt, als der gerade mal 19-jährige Schlossermeister den Betrieb seiner verstorbenen Eltern übernahm.
Trotz des politischen, ökonomischen und ideologischen Drucks überstand der Betrieb die DDR-Zeit. Wie in dem Buch beschrieben, dank des großen Zusammenhaltes unter den Handwerkern und einem florierenden Tauschhandels als z. B. Spargel gegen Spiralbohrer getauscht wurden.
Nach der Wende begann der Neuaufbau seiner Metallbaufirma mit neuen Perspektiven und Möglichkeiten, die von Klaus Windeck konsequent genutzt wurden. Dabei setzte er sich leidenschaftlich für den Nachwuchs im Handwerk ein und verlor nie die globale Entwicklung aus den Augen. Der Schlossermeister und Diplom-Ingenieur hat sich über Jahrzehnte für die Interessen des Handwerks und der Wirtschaft in Brandenburg eingesetzt. Bereits im März 1990 wurde er zum Präsidenten der Handwerkskammer Potsdam gewählt. Er gehörte auch dem Präsidium des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) an. Aus Anerkennung für sein unermüdliches Engagement im Handwerk wird Klaus Windeck 1995 das Bundesverdienstkreuz sowie 2006 der Verdienstorden des Landes Brandenburg verliehen.
Käuflich zu erwerben ist das Buch indes nicht. Interessierte können sich ein kostenloses Exemplar über die Kontaktadressen der Firma Windeck sichern.