Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher hat das Städtische Klinikum Brandenburg besucht, sich über die Arbeit des Krankenhauses und die besonderen Herausforderungen in Pandemie-Zeiten informiert – vor allem aber hat sie den neuen Feststellungsbescheid an die Einrichtung übergeben. Grundlage dafür ist der Vierte Krankenhausplan des Landes Brandenburg, der seit dem 1. August in Kraft ist und eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung mit Krankenhausleistungen absichern soll. Im Landes-Krankenhausplan, der die Eckpfeiler der Krankenhausplanung für die nächsten Jahre festlegt, sind 54 Krankenhäuser an 66 Standorten aufgenommen.

Aufstockung der Bettenkapazität

Er sieht eine Aufstockung der Gesamtbettenkapazität von 16.896 auf 17.666 Betten vor. Bedeutet für Brandenburg: Die Gesamtbettenkapazität des Klinikums steigt von 474 auf 492 vollstationäre Betten. In der Inneren Medizin steigt die Zahl von 175 auf 195 Betten, davon sind 20 für die Alterstraumatologie vorgesehen.
Das Städtische Klinikum Brandenburg ist ein Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe. Als Einrichtung der Schwerpunktversorgung hält es ein umfassendes Leistungsangebot vor und erfüllt in Diagnose und Therapie auch Schwerpunktaufgaben, die über die Versorgungsregion hinausgehen.

Klinikum koordinierte Versorgungscluster Corona West-Brandenburg

Das Klinikum in öffentlicher Trägerschaft verfügt gemäß Krankenhausplan über neun Fachgebiete – von Augenheilkunde über Neurochirurgie bis zur Urologie. Während der Corona-Pandemie hatte das Klinikum zudem die Koordinierung des Versorgungsclusters Corona West-Brandenburg übernommen. In diesem Klinikverbund hatten sich Kliniken in Brandenburg an der Havel, Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und dem Havelland zusammengeschlossen, um die Patienten in ihrem Einzugsbereich auch unter Pandemiebedingungen optimal medizinisch versorgen zu können.

Nonnemacher dankt für den besonderen Einsatz

Nonnemacher: „Als Krankenhaus der Schwerpunktversorgung sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Städtischen Klinikums Brandenburg insbesondere in der ersten Phase der Corona-Pandemie bis an ihre Belastungsgrenzen gegangen, weil auch von anderen Krankenhäusern Patienten aufgenommen werden mussten. Für diesen Einsatz möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Auch künftig kommt dem Städtischen Klinikum eine besondere Rolle bei der medizinischen Versorgung in der Region zu. Diesem erhöhten Bedarf tragen wir mit dem Feststellungsbescheid nun Rechnung.“

„Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel“ enthüllt

Und: Ab sofort trägt das Städtische Klinikum Brandenburg den Namen „Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel“. Bei ihrem Besuch enthüllte die Ministerin gemeinsam mit Klinikum-Geschäftsführerin Gabriele Wolter das neue Logo des Krankenhauses. Das Klinikum ist Mitgesellschafter der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB). Die staatlich anerkannte Universität bietet den Brandenburger Modellstudiengang Medizin an.