Der Verein Gesund in Brandenburg e.V. bietet wieder ein Gesundheitsforum an – am Mittwoch, 18. Mai, um 18.00 Uhr im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses.
Der Neustart findet unter dem Eindruck der aktuellen Kriegsereignisse in der Ukraine statt. Gegenwärtig sind Millionen Menschen vor dem Krieg in der Ukraine aus ihrem Land geflohen, harren in grenznahen Regionen mit der Hoffnung auf baldige Rückkehr aus. Doch nach fast drei Monaten Kriegsgeschehen schwindet dieser Glaube. Wahrscheinlicher ist eine stetig zunehmende Anzahl von Kriegsflüchtlinge.
Wenn so viele Menschen plötzlich unterzubringen und zu versorgen sind, bedeutet das hohe organisatorische und menschliche Anforderungen an die Hilfsinfrastruktur. Hierzu wird DRK-Kreisverband-Vorstand Andreas Griebel im ersten Teil von den Erfahrungen des Deutschen Roten Kreuzes berichten.

Auch psychische Belastungen spielen bei Geflüchteten eine große Rolle

Die medizinische Versorgung der Geflüchteten ist auch sprachlich und administrativ eine Herausforderung. Hier berichtet Dr. med. Milena Schaeffer-Kurepkat, Geschäftsführerin und ärztliche Direktorin der Gesundheitszentrum Brandenburg an der Havel GmbH, im zweiten Teil der Veranstaltung von ersten Erfahrungen.
Im dritten Teil geht es darum, dass diese Menschen oft mannigfaltige psychische Belastungen im Gepäck mit sich tragen. Dr. Felix Hohl-Radke, Ärztlicher Direktor am Asklepios Fachklinikum Brandenburg, wird das Spektrum der möglicherweise auftretenden psychischen Folgestörungen erläutern – von den Anpassungs- und Belastungsstörungen über Schlafstörungen, Angststörungen, Depressionen und Suchterkrankungen bis hin zur posttraumatischen Belastungsstörung. Sodann bleibt Zeit für Publikumsfragen.
Der Eintritt zum „Gesundheitsforum Ukraine – die humanitäre Herausforderung“ ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.