"Uns ist vor allem die Begegnung der Menschen untereinander wichtig. Hinzu kommt, dass wir beide beruflich aus dem kulturellen und sozialen Bereich stammen und hier natürlich unser Herz schlägt", berichtet Kerstin Wentzek, erste Vorsitzende des Kulturhof Götz e.V.. Gemeinsam mit ihrem Mann, Arndt Jeschke, entstand die Idee bereits vor einigen  Jahren "Da haben wir allerdings noch eine Fernbeziehung geführt. Er in Berlin, ich in Magdeburg. Die goldene Mitte und eine große Herausforderung bot uns dann das alte und ungenutzte Hofgelände hier in Götz."
Die gebürtigen Schwerter (bei Dortmund) fackelten nicht lange und machten aus dem Wunsch Wirklichkeit. Finanzielle Unterstützung erhielten sie dabei aus EU Mitteln des Leader-Programms. Seither begannen Stück für Stück Planung, Organisation und Sanierungsarbeiten.
So wird bereits seit 2013 regelmäßig mit der Dorfgemeinde auf dem Gelände zu den verschiedensten Anlässen gefeiert. Fest im Programm haben sich bisher der Frühlingsmarkt, der Musiksommer und der winterliche Hofadvent etabliert. Im jährlichen Wechsel findet im Frühjahr außerdem das Kleinkunstfestival oder die Irish Night statt. Besucherzahlen von bis zu 500 Gästen sprechen dabei für sich.
Die herausragende Resonanz auf bereits veranstaltete Feste und Märkte führte 2017 zur Gründung des Fördervereins Kulturhof Götz e.V., der Kunst und Kultur in Götz fördern will. "Mittlerweile sind wir 25 Vereinsmitglieder und 20 freiwillige Helfer, alles enthusiastische Ehrenamtler, die die Werte Kultur, Gesellschaft und Gemeinschaft leben", beschreibt Wentzek.
Aber auch der gastronomische Aspekt findet im Projekt seinen Platz. Im nächsten Jahr soll daher ein Hofcafé mit verschiedenstem kulinarischen Angeboten entstehen. Auch wird eifrig an einer Ferienwohnung gearbeitet, die später den eingeladenen Künstlern aber auch Urlaubern eine Unterkunft in heimischer Atmosphäre bietet. Als Dramaturgin schlägt Kerstin Wentzeks Herz jedoch vorrangig für die Bühnenarbeit. "Wir möchten mit dem Kulturhof eine Plattform für Kunst und Kultur erschaffen und vor allem Nachwuchsförderung betreiben."  Weiterhin sind Theater-Partnerprojekte mit diversen Vereinen der Region wie den Telegrafenfreunden bereits in aktiver Planung.
Nicht nur die Götzer Dorfgemeinde darf sich also auf ein zukünftig immer breiter werdendes kulturelles Angebot freuen. "Und wer auch Lust auf eine schöne Arbeit in der Freizeit hat, der kann natürlich gern in unserem Verein aktiv werden!", betont Kerstin Wentzek.