Zum dritten Mal arbeitet ein/e junge/r Künstler/in am Brandenburger Dom. Nach Ingo Mittelstaedt (2017) und Jan Neukirchen (2019) ist die Auswahl dieses Jahr auf Ivana Rohr gefallen.
Ivana Rohr, geboren 1984 in Darmstadt, studierte zuerst literarisches Schreiben an der Universität Hildesheim und war von 2019 bis 2020 Meisterschülerin in der Klasse der Professorinnen Candice Breitz und Eli Cortiñas an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Seit 2015 hat sie im In- und Ausland ausgestellt. Text ist ihr Grundmaterial, das sie auf Objekte im Raum, auch im sakralen Raum, überträgt.

Wohnen und arbeiten auf dem Burghof

Sie lebt und arbeitet in Hannover und ist in diesem Sommer Stipendiatin am Dom zu Brandenburg. Ivana Rohr wird bis Mitte September 2021 auf dem Burghof wohnen und arbeiten und sich intensiv mit der Geschichte und den Räumen des Domes auseinandersetzen. In ihrer Arbeit wird sie sich thematisch mit verschiedenen Ebenen des Zweifelns beschäftigen. Das Ergebnis wird im September und Oktober 2021 in den Räumen des Domstifts ausgestellt werden. Dazu erscheint eine projektbezogene Publikation.

Profilieren zu beginn der Karriere

„Ziel dieses Nachwuchsförderprogramms ist es“, laut Dom-Kurator Dr. Cord-Georg Hasselmann, „jungen qualifizierten Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zu geben, in Auseinandersetzung mit der besonderen Geschichte und Architektur des Domes eine künstlerische Arbeit zu entwickeln, sich dadurch zu Beginn ihrer künstlerischen Karriere weiter zu profilieren und ein Werk in einer Einzelausstellung zu präsentieren. So begegnen sich alte und zeitgenössische Kunst.“ Wesentlicher Bestandteil des Aufenthalts sei die enge Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern einer Kunstklasse einer der beiden am Dom ansässigen evangelischen Schulen.

Mit dem Leistungskurs Kunst des Evangelischen Domgymnasiums

Ivana Rohr wird mit dem Leistungskurs Kunst des Evangelischen Domgymnasiums zusammenarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler werden in der Zusammenarbeit ein eigenes Kunstwerk schaffen, das in einer nur ihnen gewidmeten Ausstellung in der Petrikapelle ab Mitte September zu sehen sein wird. Die Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern und damit die Heranführung junger Menschen an zeitgenössische Kunst ist essenzieller Teil und ein Alleinstellungsmerkmal des „Künstler:in am Dom-Programms“.
Dieses artist-in-residence-Programm wird gemeinsam getragen vom Domstift Brandenburg und der Stiftung St. Matthäus – der Kunst- und Kulturstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.