Mario Strobelt könnte man wohl zurecht als „Lebensretter“ bezeichnen. Und das jede Woche. Denn genau so oft spendet der 59-Jährige sein Plasma, um damit die Herstellung von Medikamenten für Menschen mit seltenen, genetischen Krankheiten zu ermöglichen.
Hinzu kommen zahlreiche regelmäßige Blutspenden, sodass Strobelt auf insgesamt 421 Spenden kommt, die er in den vergangenen zehneinhalb Jahren beim Haema Blutspendezentrum in Brandenburg an der Havel geleistet hat. Dafür wurde Strobelt zum Ausklang der 8. Internationalen Woche der Plasmaspende nun von Zentrumsleiterin Heike Rabe ausgezeichnet.

Erste Spende schon zu DDR-Zeiten

„Sie sind einer unserer Spender der ersten Stunde. Herzlichen Dank für ihren Einsatz“, würdigte Rabe den Einsatz des Polizeibeamten, für den Blut- und Plasma spenden seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit ist.
„Meine erste Spende habe ich schon zu DDR-Zeiten geleistet. Damals rief das Kinderkrankenhaus, hier in der Stadt, zum Spenden auf. Und da ich selbst Kinder habe, habe ich natürlich nicht lange gefackelt“, so Strobelt, der die „zweitbeste“ Blutgruppe als Spender hat: 0 positiv.
Bedeutet: Mit seinem Blut kann Strobelt allen Menschen – egal ob Blutgruppe A, B, AB oder 0 – mit einem positiven Rhesusfaktor helfen, wenn sie Blut benötigen. Er selbst kann hingegen nur Blut von Spendern mit den Blutgruppen 0 positiv und negativ bekommen.

Plasma von Covid-19-Genesenen gefragt

„Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir viele Menschen erreichen, die bereit sind, Blut und Plasma zu Spenden. Auch jetzt zu Corona-Zeiten kann jeder spenden, der gesund ist. Nur so  lassen sich Engpässe vermeiden“, erklärt Rabe, die betont, dass auch Menschen, die nach einer Covid-19-Infektion vollständig genesen und nicht mehr ansteckbar sind, dringend als Plasmapender gesucht werden, da so untersucht werden kann ob das antikörperhaltige Blutplasma Erkrankten durch eine passive Immunisierung helfen könnte.

Spenden mit Termin

Um alle Spender dabei keinem Ansteckungsrisiko auszusetzen, vergibt die Haema aktuell feste Termine. „Dieses System hat sich für uns so sehr bewährt und wurde von vielen Spendern positiv aufgenommen, sodass wir es wohl dauerhaft beibehalten werden“, so Rabe.