Der November anno 2021 machte seinem schlechten Ruf wahrlich alle Ehre. Erwies sich doch dieser letzte Monat des meteorologischen Herbstes wohl für viele eher als belastend, so für Rheumatiker und jene, die an anderen Gelenkerkrankungen oder auch Depressionen leiden. Mit lediglich rund 45 Sonnenscheinstunden – davon 30 während der ersten Hälfte – zeigte sich „Klärchen“ in negativer Hinsicht rekordverdächtig (Soll: 72 h). Gleich acht (!) Tage lang hintereinander, vom 14. bis 21., fehlte jeder Lichtstrahl. Schließlich wurden es insgesamt sogar 13.
Indes dominierten zumeist Tiefdruckzonen, die teilweise ungewöhnlich milde Luftmassen heran transportierten. Da verwundert es nicht, wenn letztendlich 6,8 Grad als Mittel (üblicher Durchschnitt 4,6°) zu Buche stehen. Ergo: Es blieb 2,2° zu mild.

Der 1. und 19. November brachte es auf 13 Grad in Brandenburg

Dafür sorgten maßgeblich elf Tage mit mehr als 10 Grad Plus (so allein sieben in der ersten Dekade) und zwei Nächte (19., 20.), deren Minima bei 10,1 bzw. 10,7 Grad. verharrten. Zudem erreichte das Quecksilber am 1. und 19. genau 13 Grad als Maximum. Dagegen nehmen sich ein Frosttag, nämlich der 28. mit minus 0,6 °, sowie sechs Nächte mit Bodenfrost eher bescheiden aus. Schließlich war es am vorletzten Novembertag dann am frischesten (+3,3 Grad).
Der nun zurückliegende Monat hatte uns übrigens gleich mit ungemütlichem Gebaren, bis hin zu Aprilwetter (7. / plus starkem Nebel) in seiner Gewalt. Da missfielen u. a. „Noel“ sowie „Peter“ und „Quentin“ als Boten von Schauern bzw. auch Starkregen.

Allein am 4. und 5. November gab es summasummarum 30 Liter Niederschlag

So waren es allein am 4. und 5. summasummarum 30 Liter. In der Folgezeit allerdings fiel zumeist nur noch Niesel; die Monatsmenge erhöhte sich durch messbaren Niederschlag an weiteren zehn Tagen auf 50 l in der von Klaus Seewald ehrenamtlich betriebenen Station Görden. Etwas mehr, nämlich 55,7 l („Soll“ 52 l), registrierte Gottfried Tübel auf der Eigenen Scholle. Und dass hoher Luftdruck zu dieser Jahreszeit nicht Garantie für eitel Sonnenschein ist, wurde einmal mehr deutlich. So brachten „Uta“ und „Rosamunde“ zur Monatsmitte das Barometer zwar auf „Schön“, aber von Sonne keine Spur. Nur am 23. November – urplötzlich waren wieder Kraniche und Wildgänse in ihrem Element –, und am 28. reichte es nochmals zu je 6,3 Stunden.

...und am 27. November die ersten Schneeflocken

Die letzte Novemberwoche kam nun mit eher zeitgemäßen Temperaturen daher, zeigte sich zumeist aber unwirtlich. Denn zum Abschied des meteorologischen Herbstes, der um 1,7 Grad zu warm ausfiel, hatten die Sturmtiefs „Benedikt“ und „Christian“ viel graues und nasskaltes Wetter im Gepäck. Dazu gehörten z.B. im Raum Jeserig am 27. erste Schneeflocken.