Das Klinikum Brandenburg hat sein Versorgungsspektrum weiter ausgebaut. Seit März bietet das Krankenhaus im Rahmen des Palliativnetzwerks Brandenburg eine spezialisierte stationäre Palliativversorgung an. In enger Kooperation mit ambulanten Leistungserbringern wie Pflegediensten, Hausärzten und den Teams der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV-Teams) einerseits sowie stationären klinischen Einrichtungen und dem Hospiz Brandenburg andererseits trägt das Klinikum Brandenburg dadurch zur Betreuung unheilbar Kranker mit einer begrenzten Lebenserwartung bei.

Alle Fachabteilungen des Klinikums mit einbezogen

Ziel des neuen Angebots ist die Wahrung der Würde und der Erhalt größtmöglicher Lebensqualität und Autonomie durch Symptomkontrolle, psychosoziale und, wenn gewünscht, spirituelle Betreuung bei einer fortgeschrittenen und fortschreitenden lebensbedrohlichen Erkrankung des Patienten. Damit ist die interdisziplinäre Palliativversorgung am Klinikum Brandenburg nicht auf die neu eingerichtete Palliativstation beschränkt, sondern erreicht in ihrem Auftrag und ihrer Herangehensweise alles Fachabteilungen des Krankenhauses.

Erfahrenes Palliativteam aus Lehnin übernommen

Mit der neuen Palliativstation steht nun eine eigens für die aufwändige Versorgung von Patienten in ihrer letzten Lebensphase eingerichtete Station bereit. Auf der neuen Station, die ihren Platz im Haus 10, der alten Kinderklinik, gefunden hat, stehen insgesamt elf Betten in neun Einzelzimmern und einem Doppelzimmer für die Palliativversorgung zur Verfügung. Der ursprüngliche Plan, im Haus 10 eine Station für infektiologische Diagnostik aufzubauen, war personell so schnell nicht umsetzbar. Stattdessen ist es gelungen, das Team der Palliativstation aus dem Evangelischen Diakonissenhaus in Lehnin nach deren Schließung im vergangenen November, für einen Umzug nach Brandenburg an der Havel zu gewinnen.

Schwerstkranken Patienten und ihren Angehörigen optimal zuwenden

Das 18-köpfige Team aus medizinischem und Pflegepersonal, Physio- und Musiktherapeutin, Psychologin und Sozialarbeiterin versorgt nun im Klinikum Brandenburg Palliativpatienten aus der Stadt, aus Potsdam-Mittelmark, aus dem Havelland und aus dem Jerichower Land. Derzeit befinden sich Patienten im Alter zwischen den Dreißigern bis über 90 Jahre alt auf der Station, die von Oberarzt Helmut Reichardt geleitet wird. Die Abteilung gehört zum Zentrum für Innere Medizin II, in dem bereits pallitative Versorgung angeboten wurde. Mit der Eröffnung der neuen Station besteht die Möglichkeit, sich schwerstkranken Patienten und ihren Angehörigen fachlich und räumlich nun optimal zuzuwenden und eine ganzheitliche Behandlung in allen Krankheits- und Lebensphasen zu ermöglichen.