Im Paulikloster in Brandenburg an der Havel wurde am 10. September 2020 der Denkmalpflegepreis des Landes Brandenburg verliehen. Drei Denkmalpflegepreise sowie drei Anerkennungspreise waren zu vergeben. Susanne Morgenstern-Dosdall, Frank Slawinski und Sieghard Wolter erhielten einen mit 1.500 Euro dotierten Anerkennungspreis für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement als Bodendenkmalpfleger der Landesarchäologie. Mit ihrer Arbeit haben sie entscheidend zur Popularisierung der Bodendenkmalpflege in Brandenburg beigetragen.
Frank Slawinski aus Lebus und Sieghard Wolter aus Brandenburg an der Havel sind seit 2010 ehrenamtlich tätig. Sie zählen zu den erfahrensten Metalldetektor-Spezialisten im Lande. Slawinski entdeckte in Lebus einen bronzezeitlichen Beil-Hortfund sowie einen slawenzeitlichen Silbermünzhort. Wolter spürte umfangreiche mittelalterliche Münzfunde in Götz sowie Waldlager der Roten Armee auf, deren Geschichte und Funde seit Jahren in einer Wanderausstellung präsentiert werden.
Rund 200 Ehrenamtliche tragen seit Jahrzehnten zur Erforschung, Bewahrung und Vermittlung des archäologischen Erbes im Land Brandenburg bei. Sie alle absolvierten einen zweijährigen Lehrgang des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums sowie der Archäologischen Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e.V. Weitere Anerkennungspreise gingen an die Kirchengemeinde und den Förderverein Kirche in Brüsenhagen e.V. (Landkreis Prignitz) sowie an die Jugendbauhütte Brandenburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Den Denkmalpflegepreis in Höhe von je 4.500 Euro erhielten in diesem Jahr der Förderverein Südwestfriedhof Stahnsdorf e.V. (Landkreis Potsdam-Mittelmark) für seinen Beitrag zur Erhaltung und Pflege der denkmalgeschützten Friedhofsanlage, Peter Macky für die vorbildliche Restaurierung des zukünftig als Café und Veranstaltungsort genutzten Kaiserbahnhofs Halbe (Landkreis Dahme-Spreewald) sowie das Planungsbüro ALV und der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen e.V. für die Rettung und denkmalverträgliche Umnutzung des Fachwerkhauses Burgstraße 21 in Greiffenberg (Landkreis Uckermark).
Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 18.000 Euro vergeben. Der Brandenburgische Denkmalpflegepreis wird seit 1992 vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur vergeben, um das Engagement von Privatpersonen, Vereinen und Kommunen für den Erhalt von Denkmalen zu würdigen.